Golden Retriever

Inhaltsverzeichnis
  1. Für wen eignet sich der Hund?
  2. Erscheinungsbild
  3. Die Lebenserwartung
  4. Geschichte
  5. Pflege
  6. Erziehung
  7. Was macht den Hund aus?
  8. Zucht
  9. Vergleich mit anderen Hunderassen

Für wen eignet sich ein Golden Retriever?

Ursprünglich war der Golden Retriever ein Jagdhund und vertraut mit der Gemeinschaft anderer Hunde. Dadurch verträgt er sich gut mit anderen Hunden, nicht zuletzt, weil er über ein sehr sanftes, harmoniebedürftiges Wesen verfügt. Wird ein Golden Retriever liebevoll und mit dem notwendigen Hintergrundwissen erzogen, zeigt sich diese Rasse als friedlicher Begleiter, der sich ausgeglichen und ohne große Anpassungsschwierigkeiten in das Familienleben integrieren lässt. Hinzu kommt, dass Golden Retriever dazu neigen, ihrem Rudelführer alles recht machen und gefallen zu wollen. Für Hundehalter bedeutet das, ständig von einem Golden Retriever mit Aufmerksamkeit bedacht zu werden und gleichzeitig von der Leichtführigkeit des Hundes zu profitieren. Da sie leicht zu führen sind, wird diese Rasse auch gerne als Blindenhund, in der Rettungshundestaffel oder als Fährtenhund eingesetzt.
Golden Retriever sind sehr verspielt bis ins hohe Alter hinein, bleiben dabei aber stets gelassen, was sie zu einem idealen Begleiter von Kindern macht. Wenn seine Bedürfnisse berücksichtigt werden, fügt er sich ohne Probleme in die Hierarchie seiner Familie ein und gibt sich mit dem ihm zugewiesenen Platz zufrieden. Golden Retriever sind agil und brauchen daher Herrchen oder Frauchen, die diesem Bewegungsdrang nachkommen können. Wer über einen Garten verfügt, kann dem relativ unkompliziert nachgehen. Ansonsten lieben es diese Hunde, selbst bei Wind und Wetter draußen herumzutoben, können aber bei zu wenig Auslauf gewisse Unarten entwickeln. Für ganztägig Berufstätige ist der Golden Retriever ungeeignet. Auch Zwingerhaltung entspricht nicht dem Wesen dieser Rasse, was den Hund über kurz oder lang verhaltensauffällig machen würde. Da Golden Retriever nicht aggressiv sind und von sich aus keinen Konflikt suchen, eignet sich diese Rasse nicht als Wachhund.

Erscheinungsbild des Golden Retriever

Bei dem Golden Retriever handelt es sich um einen mittelgroßen Hund, der trotz seines

Golden Retriever lächelnd

kräftigen Knochenbaus über sehr harmonische Proportionen verfügt. Die sanften, dunklen Augen und der gut geformte Schädel geben dieser Rasse einen liebenswerten Ausdruck, was gut pigmentierte Augenlider und der Nasenschwamm noch zusätzlich unterstreichen. Das Fell ist mittellang, mit dichter und Wasser abweisender Unterwolle. Das Deckhaar des Golden Retrievers ist glatt oder wellig. Die Befederung an Rute und Vorderläufen ist deutlich ausgeprägt. Die Farbe des Golden Retrievers umfasst alle Schattierungen zwischen Cremefarben und einem dunklen Goldton.

Ausgewachsene Rüden haben eine Schulterhöhe zwischen 56 und 61 cm bei einem Gewicht zwischen 34 und 40 kg. Hündinnen bringen es durchschnittlich auf eine Schulterhöhe von 51 bis 56 cm und wiegen zwischen 30 und 36 kg.

Charakter des Golden Retrievers

Der Golden Retriever ist ein Hund, der niemals hektisch oder nervös wird, sondern stets ausgeglichen und freundlich bleibt. Lethargie ist dieser Rasse fremd. Golden Retriever mit ihrem frohen Gemüt können sehr lebhaft werden, schießen dabei aber nicht übers Ziel heraus und können sich gut der jeweiligen Alltagssituation anpassen. Golden Retriever lieben es, beschäftigt zu werden und lassen sich gerne zu Spielen aller Art animieren. Apportieren gefällt ihnen besonders gut. Golden Retriever sind bis ins hohe Alter hinein verspielt, sehr anhänglich und lieben es, in sämtliche Aktivitäten ihres menschlichen Rudels mit einbezogen zu werden. Wird er von Anfang an in das Familienleben integriert, ordnet er sich ohne Probleme in die ihm zugewiesene Position ein, da ihn ein ausgeprägter Wille zum Gehorsam auszeichnet, auf Englisch “will to please” genannt.

Steckbrief Golden Retriever

Herkunft: Großbritannien
Charakter: fröhlich, ausgeglichen, verspielt, anpassungsfähig, zutraulich, starker Bewegungsdrang, leicht führig, gelehrsam, abenteuerlustig Lebenserwartung: 12 bis 14 Jahre
Größe: Rüden 56 bis 61 cm, Hündinnen 51 bis 56 cm
Gewicht: Rüden 34 bis 40 kg, Hündinnen 30 bis 36 kg
Farbe: Creme bis Dunkelgold
Fell: mittellang mit glattem oder welligem Deckhaar und dichter, Wasser abweisender Unterwolle
Bewegungsbedarf: regelmäßiger Auslauf und ausreichend Platz zum Spielen und Toben
Pflegeaufwand und Erziehung: mittel bis hoch, Golden Retriever verlangen nach intensiver Beschäftigung
Verwendung: Familienhund, Begleithund, Therapiehund, Rettungshund, Blindenhund
Preis: 1000 bis 1500 Euro

Die Lebenserwartung des Golden Retrievers

Golden Retriever im WasserEin Golden Retriever wird durchschnittlich zwischen 12 und 14 Jahre alt. Ein Fünftel der Hunde stirbt vor dem zehnten Lebensjahr, doch gibt es auch immer wieder Golden Retriever die 15 Jahre und älter bei bester Gesundheit werden. Golden Retriver verfügen grundsätzlich über eine robuste Gesundheit, haben aber ein Risiko für gewisse Erbkrankheiten wie Hüftgelenksdysplasie, Ellenbogendysplasie, Hereditären Katarakt und Progressive Retina Athrophy. Züchter reduzieren die Gefahr für Erbkrankheiten durch eine gezielte Auslese bei der Zucht und strengen Zulassungsvoraussetzungen. Du selbst kannst aber auch eine Menge tun, um die Lebenserwartung Deines Golden Retriever positiv zu beeinflussen. Füttere Deinen Hund gesund, das heißt, lege Wert auf ausgewogene Mahlzeiten mit gutem Fleisch, Getreide, Gemüse, Mineralien und Spurenelementen. Verzichte auf Tiernahrung, die Lockmittel, Konservierungsstoffe und Schlachtabfälle enthält. Sei Dir aber auch bewusst, dass teures Futter nicht unbedingt mit qualitativ hochwertigem Futter gleichzusetzen ist. Zu einer guten Ernährung gehört weiterhin, dass der Golden Retriever jeden Tag frisches und ausreichend Wasser bekommt.

 

Eine ausgewogene Fütterung bedeutet auch, dass Du automatisch das Gewicht Deines Golden Retrievers im Auge behältst, denn diese Rasse setzt gerne und schnell Übergewicht an. Überfütterung kann die Lebensdauer des Hundes dramatisch verkürzen, auch steigt die Gefahr von Diabetes und Krebserkrankungen. Daher musst Du immer für ausreichend Bewegung Deines Golden Retrievers sorgen. Dazu gehört allerdings auch das richtige Maß. Junge Hunde lieben das Toben, sind aber von stundenlangen Spaziergängen schnell überfordert, was sich in Problemen mit den Gelenken und den Knochen niederschlagen kann. Die Bewegung und das Spazierengehen sollten immer dem Alter des Hundes angepasst sein. Tägliches Spiel und Toben macht den Golden Retriever glücklich.

 

Diese Rasse hält sich auch gerne im Wasser auf. Wenn Du mit Deinem Hund regelmäßig einen Abstecher an einen See machst, kann er durch Schwimmen seine Muskulatur kräftigen. Ein Golden Retriever ist sehr gelehrig und agil und möchte daher auch geistig gefordert werden. Wenn Du Dir immer wieder neue Spiele ausdenkst, freut sich Dein Hund und Du tust etwas für seine Lebenserwartung. Da der Golden Retriver ein ausgesprochenes Rudeltier ist, verkümmert er seelisch, wenn er täglich zu lange alleine ist. Dieser Stress verkürzt ebenfalls seine Lebensdauer.

Du solltest regelmäßig Fell, Ohren, Nase, Pfoten und Zähne Deines Golden Retriever kontrollieren. Tierarzttermine darst Du nicht schleifen lassen und alle Impfungen des Hundes müssen auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

Geschichte des Golden Retrievers

Die Herkunft des Golden Retrievers wird in vielen Legenden erzählt, doch ob darin der ein oder andere wahre Kern enthalten ist, lässt sich heute kaum noch überprüfen. Als weitestgehend gesichert gilt jedoch, dass der Ursprung der Hunderasse in Neufundland zu finden ist. Im 19. Jahrhundert bestand ein intensiver Fischhandel zwischen England und Neufundland, sodass Seeleute die Möglichkeit hatten, die dort heimische Hunderasse kennenzulernen. Diese Hunde liebten den Aufenthalt im Wasser bei Wind und Wetter, apportierten fleißig die Bootsleinen oder Fische, die aus dem Netz gefallen waren. In Folge fanden viele dieser “Kleinen Neufundländer” den Weg ins Inselkönigreich, wo man sie mit typischen Jagdhunden wie dem Irish Setter kreuzte.

 

Die ersten richtigen Golden Retriever traten ab 1864 auf den Plan. Das ist das Jahr, in dem Lord Tweedmouth einen gelbfarbenen Hund erwarb, der eine Mischung aus einem Irish Setter und einem “Kleinen Neufundländer” war. Abgekauft hatte er ihn einem Schuster in Brighton, der den Rüden einst in Zahlung genommen hatte, weil ein Wildhüter seine Schulden bei ihm nicht begleichen konnte. Der Name des Hundes war Nous. Vier Jahre später paarte man ihn mit einer Hündin der Rasse Tweed-Water-Spaniel namens Belle. Diese Rasse war bekannt als sehr ausdauernd und gut im Apportieren. Außerdem zeigten sich diese Spaniels sehr vom Wasser angetan. In den beiden folgenden Jahrzehnten wurden die Nachkommen von Nous und Belle mit ihren eigenen Rassen, aber auch mit Irish Settern und in einer ganz bestimmten Linie auch mit dem sandfarbenen Bluthund gekreuzt.

 

Langsam aber sicher erschien der Golden Retriever auf der Bildfläche, der nicht nur mit seinem Charakter, sondern auch seinem Äußeren überzeugen konnte. 1913 wurde der Golden Retriever als eigenständige Rasse vom britischen Kennel Club anerkannt. In Deutschland wurde die Rasse ab den 1980er Jahren immer beliebter und in den 1990ern kam es zu einem regelrechten Boom, da immer mehr Golden Retriever in Werbespots oder Filmen den Weg auf die Leinwand fanden.

Pflege eines Golden Retrievers

Da ein Golden Retriever mittellanges Fell hat, gebührt der Fellpflege eine besondere Aufmerksamkeit. Fell und auch die dichte Unterwolle müssen durch regelmäßiges Bürsten vor dem Verfilzen geschützt werden. Der Hund sollte einmal täglich mit Zupfbürste und Kamm gepflegt werden. Ist der Golden Retriever zu stark verschmutzt, kann er mit klarem Wasser ausnahmsweise abgeduscht werden, PH-neutrales Babyshampoo sollte nur benutzt werden, wenn es unvermeidbar ist, da eine häufige Anwendung die Fettschicht in der Unterwolle zerstört und das Fell dadurch nicht mehr Wasser abweisend ist. Die Krallen kannst Du bei der Fellpflege gleich mit kontrollieren.
Ein Golden Retriever hat sehr empfindliche Augen und Ohren, die regelmäßig einer Sichtkontrolle unterzogen werden müssen. Sind die Ohren stark verschmutzt, können sie mit einem flüssigen Ohrreiniger gesäubert werden. Die Augen werden behutsam mit einem weichen Papiertuch gereinigt, gewischt wird immer in Richtung Nase. Die Zähne reinigen sich von selbst, wenn dem Hund entsprechende Kauprodukte wie etwa Schweineohren gegeben werden. Dentastix eignen sich als Belohnung und erledigen die Zahnpflege quasi nebenbei. Einmal pro Woche sollte ein Zahnpflegespray benutzt werden oder Du putzt Deinem Golden Retriever die Zähne. Eine Fütterung des Golden Retrievers sollte zweimal täglich mit gesunder, auf den Hund abgestimmter Tiernahrung erfolgen. Das Gewicht muss regelmäßig kontrolliert werden, da die Hunderasse zu Übergewicht neigt.

 

Im dichten Fell ist es nicht immer möglich, Zecken zu entdecken. Daher solltest Du eine vorbeugende Behandlung machen lassen. Dein Golden Retriever wird dann entsprechende Zeckenschutzmittel vom Tierarzt erhalten, zum Beispiel Advantix, Expot, Frontline oder Scalibor. Diese Mittel wirken auch gegen Flöhe. Die Zeckenschutzbänder aus der Zoohandlung sind weniger zu empfehlen, der Kontakt mit Schleimhäuten kann beim Menschen sogar Vergiftungserscheinungen auslösen. Dein Golden Retriever muss jährlich Schutzimpfungen vom Tierarzt erhalten. Dabei handelt es sich in der Regel um Kombiimpfungen gegen Staupe, Hepatitis, Paridrose, Zwingerhusten, Tollwut und Leptospirose. Damit der Hund gesund bleibt, muss er sich einer regelmäßigen Wurmkur unterziehen. Entweder bekommt der Golden Retriever dann Tabletten, eine Paste oder eine Suspension. Diese Entwurmung erfolgt vorbeugend einmal im Quartal, Welpen sollten bis zur 16. Lebenswoche sogar in 14-tägigem Abstand entwurmt werden, danach kann auf den Rhythmus eines erwachsenen Hundes umgestellt werden.

 

Bei Welpen ist ein ganz behutsamer Umgang angebracht. Denn die Knochen wachsen in den ersten Lebenswochen sehr schnell und sind dementsprechend empfindlich. Golden Retriever dürfen während dieser kritischen Wochen keine Treppen steigen oder abrupte Bewegungen ausführen. Der Hund muss viel getragen werden in der Zeit, da sonst irreparable Folgeschäden am Skelett entstehen können. Gewartet werden muss auch mit Zerrspielen, da Kiefer- und Mundmuskulatur ebenfalls noch im Aufbau sind.

Erziehung

Golden Retriever mit Kuscheltier

Golden Retriever wurden traditionell zur Jagd gezüchtet, weshalb die Hunderasse noch heute diesen Trieb in sich hat. Herrscht in der Erziehung keine Konsequenz, wird der Hund jeder Maus und jedem Hasen hinterherjagen. Die Fähigkeit des Golden Retrievers zum Apportieren, absoluten Gehorsam und Gelehrsamkeit solltest Du Dir zunutze machen. Durch seine rasche Auffassungsgabe erkennt der Golden Retriever sofort Inkonsequenz, was dazu führt, dass der Hund Dich nicht als Rudelführer akzeptiert und sich an keine Regeln hält. Der Hund wird dann starrköpfig und neigt zu dominantem Gehabe, weil er weiß, dass ein treuer Blick von ihm alles vergessen macht.
Eindeutiges Verhalten vom ersten Tag an ist also oberstes Gebot, um als Rudelführer akzeptiert zu werden. Bei aller Konsequenz solltest Du aber auch liebevoll sein, was Deine Geduld manchmal auf die Probe stellen kann. Trotzdem ist ein Golden Retriever nicht übermäßig schwer zu erziehen, weshalb sich die Hunderasse auch für Anfänger eignet. Ärger solltest Du niemals an Deinem Hund auslassen, das würde ihn sehr verwirrt zurücklassen. Durch Lob und Zuwendung lernen Golden Retriever sehr gut, wenn Dein Hund etwas gut gemacht hat, solltest Du ihn mit Leckerli und Streicheleinheiten verwöhnen. Apportieren ist etwas, das diese Hunde lieben, und sollte gleich von Anfang an mit Ball, Dummy oder Stöckchen in den Tagesplan integriert werden.

Was macht den Golden Retriever aus?

Der Golden Retriever wurde ursprünglich als Jagdhund gezüchtet. Vor allem sollte er geschossene Vögel apportieren, was man sogar im Namen der Rasse erkennen kann, denn das englische Verb to retrieve heißt zurückbringen. Besonders ist die Wasseraffinität der Hunde, so sind Golden Retriever exzellente Schwimmer.
Heute liegt der Fokus meist auf den Charaktereigenschaften der Hunderasse. Golden Retriever sind sehr ausgeglichen, sozial aufgeschlossen und kontaktfreudig. Der Hund hat weder Probleme mit fremden Menschen noch mit Kindern, weshalb Golden Retriever ideale Familienhunde sind. Sie sind sogar derart auf Menschen fixiert, dass sie bei konsequenter Erziehung so leicht wie keine andere Rasse zu führen sind. Golden Retriever lieben es, Herrchen oder Frauchen im wahrsten Sinne des Wortes Wünsche von den Augen abzulesen. Dieser “will to please” führt zusammen mit der Anpassungsfähigkeit und hohen Intelligenz des Hundes dazu, dass Golden Retriever heute sehr häufig als Hund für Blinde und Gehörlose oder als Rettungshund eingesetzt werden. Sie leisten auch der Polizei als Rauschgift- oder Sprengstoffhund Dienste.

Zucht

Der Beginn der Zucht von Golden Retriever lässt sich exakt datieren, als Lord Tweedmouth den Retrievervorläufer Nous mit dem Tweed Water Spaniel Belle paarte. Bis 1890 wurde die Linie der beiden weiter gezüchtet, die erste Eintragung der Rasse erfolgte 1913 unter der Bezeichnung “Flat-coated Retriever”. Im selben Jahr erfolgte die Anerkennung durch den britischen Kennel Club, der auch die Zuchtbücher im Inselkönigreich führte, als eigene Rasse “Golden Retriever”. Ein Club für die Hunderasse wurde im Jahr 1920 gegründet. Der Golden Retriever wurde schnell im englischsprachigen Raum populär, vor allem auch in den USA.
Seinen Siegeszug auf dem europäischen Kontinent trat er ab den 1980er Jahren an. Legt man die Welpenstatistiken der Züchterverbände zugrunde, zählt der Golden Retriever in Deutschland zu den beliebtesten Rassehunden. Doch die Hunde sind auch in Skandinavien, Frankreich und den Beneluxländern als Familienhund gefragt. Seit Kurzem lässt sich eine Aufspaltung der Rasse erkennen. Man unterscheidet zwischen dem sehr behaarten, schweren “Showtype” und dem athletischen “Workingtype”, der besonders in England ein beliebter Wettbewerbshund ist. Unterschiede im Aussehen sind mittlerweile auch zwischen dem amerikanischen und dem europäischen Golden Retriever zu beobachten, obwohl die Standards der Züchter übereinstimmen.

Vergleich mit anderen Hunderassen

Abschließend werden wir den Golden Retriever mit ein paar anderen Hunderassen vergleichen.

Vergleich Golden Retriever und Labrador

Die beiden Rassen sehen sich zum Verwechseln ähnlich, wobei das Fell des Labradors meist kurz und glatt ist. Beide Hunderassen wurden zur Jagd gezüchtet und zeichnen sich durch ihre Anhänglichkeit, Gutmütigkeit und den “will to please” aus. Sowohl Golden Retriever als auch Labrador brauchen viel Beschäftigung und Förderung im Alltag. Wenn Du einen mittelgroßen Familienhund möchtest, fällt die Entscheidung zwischen den beiden sehr schwer. Einzig die Fellpflege ist beim Golden Retriever etwas intensiver. Züchter geben an, dass Labradore etwas aktiver und abenteuerlustiger sind als Golden Retriever.

Vergleich Golden Retriever und Husky

Die Haltung und Pflege beider Rassen erfordert einen gewissen Aufwand, deshalb kommen sowohl Husky als auch Golden Retriever nur für Halter infrage, die viel Zeit in ihren Hund investieren möchten. Die Erziehung eines Golden Retriever ist relativ leicht, im Gegensatz zum Husky eignet sich diese Hunderasse auch als Anfängerhund. Für einen Husky braucht es definitiv mehr Geduld und unter Umständen eine Hundeschule. Sein Verhalten ist noch sehr unverfälscht und ähnelt noch heute stark dem des Wolfes. Ein Golden Retriever passt sich deutlich leichter seinem Umfeld an und braucht weniger Bewegung als ein Husky. Auch im Umgang mit Kindern punktet der Golden Retriever gegenüber dem Husky, er ist definitiv besser als Familienhund geeignet.

Vergleich Golden Retriever Border Collie

Beide Rassen eignen sich für Anfänger, da sie sehr lernwillig und bereit sind, zu gehorchen. Collies benötigen mehr Bewegung als ein Golden Retriever. Du kannst zwar auch mit einem Golden Retriever joggen gehen, doch ein Collie ist dankbarer für diese Aktivität. Die Fellpflege des Colli ist etwas intensiver. Beide Rassen können sehr gut mit Kindern und stellen daher einen idealen Familienhund dar, der Golden Retriever ist noch etwas flexibler und anpassungsfähiger als der Collie.