Pitbull

Pitbull Inhaltsverzeichnis

  1. Für wen eignet er sich
  2. Das Wesen und Erscheinungsbild
  3. Lebenserwartung
  4. Herkunft und Geschichte
  5. Der Pflegebedarf
  6. Die Erziehung
  7. Das Besondere
  8. Woran erkenne ich einen guten Züchter
  9. Andere Hunderassen im Vergleich




Der Pitbull zählt aufgrund seiner Vergangenheit in Hundekampfarenen zu den umstrittensten Hunderassen. Seine Haltung unterliegt zumeist Auflagen, in vielen Regionen ist sie überhaupt verboten. Wer sich in den Niederlanden oder in Dänemark mit einem Pitbull oder einer Pitbullkreuzung aufhält, riskiert die Beschlagnahmung und Tötung seines Tieres. Dabei wird den Hunden sehr oft Unrecht getan, denn ein Kampfhund existiert nicht einfach. Ein Kampfhund wird in einer Welt, in der Hundekämpfe längst verboten sind, von brutaler Menschenhand dazu gebracht anlasslos auf sein Gegenüber loszugehen. Dies geschieht jedoch nur allzu selten, weswegen ein gut sozialisierter Pitbull aus seriöser Zucht ein sehr zuverlässiger Familienhund ist.

Für wen eignet sich ein American Pit Bull Terrier?

PitbullTerrier im Allgemeinen und der American Pit Bull im Besonderen sind normalerweise keine Hunde für blutige Anfänger. Das liegt in erster Linie daran, dass dieser Hund sehr selbstständig und intelligent, hartnäckig und mutig ist. Diese Eigenschaften kombiniert er bei Unterforderung höchst fantasiereich zu seiner Selbstunterhaltung. Wenn du ganztags als Angestellter in einer Firma arbeitest, in der Hunde nicht toleriert sind, musst du dir den Traum vom Pitbull vorerst aus dem Kopf schlagen.

 

Als zukünftiger Halter musst du über Ansprüche und Bedürfnisse der Rasse wirklich gut Bescheid wissen und sie ernst nehmen. Es kostet dich viel Zeit und Geld die überdurchschnittliche Intelligenz, die nicht enden wollenden Energiereserven und den Arbeitswillen deines Hundes in geordnete Bahnen zu lenken. Er ist wie beinahe jeder Terrier ein echter Arbeitshund, den du körperlich wie geistig regelmäßig fordern musst, um sein ausgeglichenes Wesen zu erhalten.

 

Du musst dir der Tatsache bewusst sein, dass dein Hund in den Medien regelmäßig als Monster erscheint. Menschen, die sich wenig bis gar nicht mit Hunden auskennen, begegnen deinem Tier mit Furcht und Argwohn. Manche lassen sich in ihrem Unverständnis dazu hinreißen und pöbeln dich und deinen Hund offen an. Bei solchen „Begegnungen“ ist ausnahmslos deine absolute Souveränität gefragt. Der Pitbull ist einer der leidtragenden Sündenböcke fehlgeleiteter populistischer Politik, die einfache Lösungen für komplexe Probleme verkauft. Dir muss bewusst sein, dass du dies alles nicht ändern kannst. Du kannst aber jeden Tag diese Politiker Lügen strafen und alle Skeptiker eines Besseren belehren. Du kannst täglich vorführen wie ausgeglichen und souverän ein wohl erzogener, ausgelasteter American Pit Bull Terrier aus Qualitätszucht ist.

 

Der ideale Terrierführer ist wie sein Hund hart im Nehmen. Er begeistert sich an sportlichen und geistigen Herausforderungen, verfügt über unerschöpfliche Quellen an Humor und ist nicht kleinlich. Terriermenschen sind willensstark, konsequent und hartnäckig. Sie strahlen Souveränität und Ruhe aus und erheben nie die Stimme, wenn sie ihren Hund korrigieren. Jähzorn ist seinem Wesen fremd, ebenso wenig lässt er sich provozieren. Der Spruch, dass die meisten Verhaltensprobleme bei Hunden am anderen Ende der Leine zu lösen sind, gelten bei Terrierrassen ganz besonders. Es ist die Verantwortung des Züchters, geeignete Halter für ihre Welpen zu finden indem sie die Bewerber eingehend auf ihre Tauglichkeit hin prüfen.

Das Wesen und Erscheinungsbild des American Pit Bull Terriers

Dem im Mai 2017 aktualisierten Rassestandard des United Kennel Clubs zufolge hat der Pitbull eine Schulterhöhe von 18 bis 21 Zoll oder sind 45,5 bis 53 Zentimeter. Er ist ein bullenartiger Terrier dessen Körperbau einen athletischen und muskulösen Gesamteindruck erwecken muss. Ein harmonisch ausbalanciertes Gesamtbild ist wichtiger als tatsächliche Messwerte. Eine korrekt aufgebaute Hündin wiegt zwischen 30 und 50 Pfund, das sind 14 bis 23 Kilogramm. Ein Rüde wiegt mit 35 bis 60 Pfund oder 16 bis 27 Kilogramm entsprechend mehr. Abweichungen werden den Empfehlungen des UKC folgend nicht als Fehler bewertet, solange exzessive Übertreibungen vermieden sind. Übertreibungen beeinträchtigen die Gesundheit, die freie Bewegung und allgemein die körperlichen Fähigkeiten des Tieres und sind daher als schwerwiegende Zuchtfehler zu bewerten. Dem Schädel des Pitbulls kommt in der Zucht große Aufmerksamkeit zu. Er ist von mittlerer Länge, sehr breit und flach mit einem deutlichen Stopp. Der Ausdruck spiegelt kraftvolle Eleganz und Charakter wieder. Der Pitbull strotzt vor Selbstbewusstsein, sein Wesen ist alert als würde er jeden Moment mit einer aufregenden Überraschung rechnen. Seine Bewegung im Trab ist frei von jeder Anstrengung, wirkt kraftvoll elegant mit deutlichem Schub in der Hinterhand. Die Vorderhand wird raumgreifend parallel nach vorne geführt ohne den Eindruck des Paddelns zu erzeugen.



 

Von der Fellfarbe ist bis auf Merle alles erlaubt, keine Farbe ist zu bevorzugen, ebenso sind farbige Abzeichen und Farbkombinationen zulässig. Die Rute wirkt wie eine aufgesetzte Verlängerung der Rückenlinie und wird gerade getragen, darf keinesfalls gerollt oder geringelt sein. Alle anderen Fellarten als glattes, dichtes Kurzhaar sind beim Pitbull, nach Rassestandard, als Fehler zu werten.

 

Mindestens ebenso wichtig sind die Wesensmerkmale: Sein Auftreten ist souverän, voller PitbullSelbstvertrauen und Lebensfreude. Er beeindruckt mit seinem Willen zu gefallen und großer Begeisterungsfähigkeit. Eine nachdrücklich geforderte Eigenschaft des Pitbulls ist dem Rassestandard zufolge die unbedingte Menschenfreundlichkeit, genauer die Liebe zu Kindern jeglichen Alters. Diese Rasse ist definiert als idealer Familienhund. Aufgrund seines freundlichen Wesens ist er konsequenterweise für einen Einsatz als Wachhund nicht die beste Wahl. Aggressives Verhalten in der Annäherung ist untypisch für einen Pitbull und daher in hohem Maße unerwünscht.

Steckbrief:

Größe: 45,5-53 cm
Gewicht: 14-27 kg
Fell: glattes, dichtes Kurzhaar
Wesen: intelligent, souveränd, selbstbewusst
Beschäftigungsbedarf: hoch
Bewegungsbedarf: hoch                                                                                                                                                                                Lebenserwartung: etwa 12 Jahre

Lebenserwartung eines Pitbulls

Hunderassen, die von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) oder dem American Kennel Club (AKC) nicht anerkannt sind, entkommen züchterischen Modetendenzen weitestgehend. Wer seinen Welpen von einem verantwortungsvollen Züchter erwirbt, der die eingesetzten Blutlinien gut kennt, hat gute Aussichten auf eine rassetypisch hohe Lebenserwartung. Diese liegt bei Hunden dieser Größenordnung ungefähr bei zwölf Jahren.

Generell ist bei allen größeren und schweren bis mittelschweren Hunden besonders auf Hüft- und Ellenbogendysplasie zu achten. Da das Skelett betreffende Abweichungen hohe Erblichkeit aufweisen, werden Tiere mit hohem Risiko für Arthrose, Hüft- und Ellbogendysplasie nicht zur Zucht eingesetzt.

 

Regelmäßige Bewegung und echte Herausforderungen für die Gesunderhaltung von Körper und „Geist“ dieses athletischen, intelligenten Hundes sind eine Selbstverständlichkeit. Natürlich lässt sich die Lebenserwartung deines Hundes auch mit bewusster Ernährung beeinflussen. Hier ist nun keineswegs der Rahmen, dieses hochkomplexe und umstrittene Feld der lukrativen Hundefutterindustrie zu beackern und so soll dir ein Hinweis reichen. Alle Ausschließlichkeit bedeutet letztendlich Mangel. Der Pitbull ist ein unkomplizierter, eher anspruchsloser Fresser. Er liebt die biologisch artgerechte Rohfütterung BARF mit hohem Gemüse- und Obstanteil ebenso wie hochwertiges Trocken- oder Dosenfutter. Mischkost, die dem Hund mit allem versorgt ist zweifellos die beste Ernährungsweise. Doch sei gewarnt: Übergewicht wirkt sich in jedem Fall bei allen Hunderassen stark lebensverkürzend aus.

Herkunft und Geschichte des Pitbulls

Die Vorläufer des heutigen American Pit Bull Terriers wurden im 19. Jahrhundert in Irland, Schottland und England aus Kreuzungen von Bulldoggen mit Terriern gezüchtet. Das Zuchtziel war ein Hund der alle Eigenschaften eines wahren Kriegers verkörpern sollte. Er sollte athletische Kraft und unbeugsamen Mut ausstrahlen. Er sollte ein unerschütterliches Nervenkostüm haben, liebevoll und loyal gegenüber seinen engsten Vertrauten sein. Sein Name ist den englischen pits, aus Holz gebaute Hundekampfarenen, entlehnt.

 

Andere Quellen setzen die Abstammung des Pitbulls im Mittelalter an. Überlieferungen zufolge tauchten dem Bulldog ähnelnde Hunde geschichtlich im Kampf gegen Bären und Bullen auf. Schon damals fanden nur die tapfersten und kräftigsten Tiere in der Zucht Verwendung. Das Ergebnis waren reine Arbeitslinien, die auf den Schlachthöfen das Vieh am Ausbrechen hindern sollten.

 

Schließlich trat im Jahre 1835 in England ein allgemeines Verbot von Tierkämpfen in Kraft. Findige Anhänger des Hundekampfes exportierten vielversprechende Pitbulls nach Amerika, wo sie sich rasch ungeheurer Popularität erfreuten. Vor allem in den ländlichen Regionen schätzte man sie auf Farmen zum Schutz der Viehherden, für die Jagd und immer als Familienhunde. 1898 gründeten Enthusiasten den United Kennel Club mit dem ausdrücklichen Ziel sämtliche Zuchtagenden des Pitbulls in die Hand zu nehmen. In der Folge erarbeiteten sie den bis heute gültigen Rassestandard und legten einheitliche Regeln für den Hundekampf fest. Schon 1909 formierte sich mit der American Dog Breeders Association eine weitere Organisation, die den Pitbull in einem eigene Zuchtbuch registrierte. 1936 erfolgte die Anerkennung der Rasse durch den American Kennel Club, obwohl die meisten US-amerikanischen Züchter einem solchen Schritt höchst skeptisch gegenüberstanden. Der AKC wollte sich von der Geschichte der Hundekämpfe distanzieren und nannte ihn fortan American Staffordshire Terrier. Folglich waren die ersten im AKC registrierten Hunde allesamt Pitbulls.

Der Pflegebedarf eines Pitbulls

PitbullDer Pflegeaufwand ist beim Pitbull vergleichsweise gering. Aus Qualitätszucht stammend zählt dieser Terrier zu den gesundheitlich robusten, noch wenig überzüchteten Rassen. Die jährlichen Ausgaben sollten sich bei guter Haltung auf die Auffrischungsimpfungen gegen die üblichen Hundeseuchen und auf Entwurmungskuren beschränken.

Das kurze, sehr dichte Fell solltest du in regelmäßigen Abständen mit einem geeigneten Kurzhaarstriegel bürsten. So entfernst du alles abgestorbene Haar und sorgst dafür, dass das Fell seine klimatisierende Wirkung optimal ausüben kann. Kurzhaarige Hunde haaren übrigens bei weitem stärker als solche mit Stock-, Rau- oder Langhaar. Du wirst über die enorme Menge des aus deinem Kurzhaarterrier ausgebürsteten Fells vor allem im Frühling und Herbst ins Staunen geraten.

 

Die feine Unterwolle erneuert sich und die bis dahin abgestorbenen feinen Härchen lassen sich in rauen Mengen ganz leicht ausbürsten. Ansonsten reicht es, wenn du regelmäßig Augen, Ohren und Krallen kontrollierst. Sollte dein Hund nicht regelmäßig auf hartem Unterboden laufen und sich so die Krallen aufs ideale Maß abschleifen, kann eine Krallenzange Abhilfe schaffen.

Die Erziehung des Pitbulls

Jedem Pitbull Besitzer ist die freundlich konsequente Erziehung seines Tieres dringendst anzuraten. Terrier wurden auf selbstständiges Arbeiten bei der Jagd gezüchtet. Der Begriff Terrier leitet sich vom lateinischen Wort terra ab, das das frühere Haupteinsatzgebiet dieser Hunderasse mit der „Erde“ also dem Bau andeutet.

 

Die Baujagd erfordert, dass der Terrier auf lautloses Handzeichen seines Hundeführers oder bloßes Ansetzen in den Raubwildbau einschlieft. Unter der Erde ist der Terrier völlig auf sich alleine gestellt und kann nicht auf rasche Hilfe seines Führers hoffen. Ein Pitbull oder Erdhund soll einen Fuchs oder Dachs durch massive Bedrängung zum Verlassen des Baus bewegen. Ängstliche oder schreckhafte Tiere sind für den Einsatz bei der Baujagd nicht zu gebrauchen. Der Terrier ist aufgeweckt und voller Energie, er ist mutig und sehr hartnäckig. Es ist sehr wichtig, dass du jetzt schon einen Plan hast, wie du dafür sorgst, dass dein Hund all seine positiven Charakterzüge auch ausleben kann.



 

Die angebliche Schwererziehbarkeit aller Terrierrassen ist also primär ihrem früheren Aufgabenbereich geschuldet. Der Erziehungsbedarf eines Pitbulls richtet sich dabei keineswegs nach seiner Größe. Sei dir bei euren täglichen Hundebegegnungen bewusst, ein kleiner Jack Russell oder West Highland Terrier kann mehr Erziehungsbedarf haben als dein Pitbull. Eine ausgezeichnete Frühsozialisation der Terrierwelpen durch den Züchter sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Die hier geleistete Arbeit ist für das gesamte soziale Leben des Hundes ausschlaggebend. Gleiches trifft für deren Unterlassung zu. Was im Welpenalter an Vertrauensbildung zu Menschen und anderen Hunden verabsäumt wird oder gezielt zerstört wird, zeitigt ein Hundeleben lang Folgen. Die Anwendung zeitgemäßer, gewaltfreier Erziehungsmethoden versteht sich von selbst. Mit Zwang oder gar Gewalt erreicht man entgegen althergebrachter Ansichten beim Hund nicht viel, beim Terrier noch weniger. Wer mit solchen Methoden an die Erziehung seines Hundes geht, riskiert das Fundament der Bindung zwischen Mensch und Hund zu zerstören. Dieses Fundament ist das Urvertrauen, das jeder korrekt sozialisierte Welpe Menschen entgegenbringt.

 

Normalerweise zieht ein Hundewelpe zwischen der neunten und der zwölften Lebenswoche in sein neues Zuhause. Für den neuen Hundebesitzer ist es wichtig zu wissen, dass sich ab der zwölften bis ungefähr zur zwanzigsten Lebenswoche ein Lernfenster bei Junghunden öffnet. In dieser Zeit sollte dem jungen Terrier alles gezeigt werden, was fortan in seinem Leben von Bedeutung sein wird. Große Menschenansammlungen, öffentliche Verkehrsmittel, Restaurants und Kaffeehäuser und selbstverständlich andere Hunde. Ein Pitbull, dessen soziales Wesen gefördert wird, besucht unbedingt Welpenspielstunden, idealerweise einen Welpenkurs und darauffolgend einen Junghundekurs. Es ist außerordentlich wichtig, einem Arbeitsterrier adäquate Aufgaben zu geben, ihn wirklich regelmäßig auszulasten. Pitbulls arbeiten gerne und viel, sie sind belastbar und vom Wesen her sanftmütig, weswegen sie gerne in Rettungshundebrigaden Einsatz finden. Ein Pitbull ist auch sehr gut als Spürhund auszubilden oder kann im Man-Trailing, in der Nachsuche von verschwundenen Personen, geschult werden. Natürlich gibt es auch passende Hundesportarten für diese athletischen Terrier wie Weight-Pulling, Dog-Cart oder Bikejöring. Gegenwärtig ist in Europa sehr stark der Trend zum Canicrosslauf zu beobachten. Dabei handelt es sich um einen Geländelauf, der von einem Sportler mit seinem an einem Bauchgürtel angeleinten Hund bestritten wird. Selbstverständlich sind solide sozialisierte American Pit Bull Terrier auch hierfür sehr gut geeignet.

Das Besondere am Pitbull

Mit der Bezeichnung „Pitbull“ werden hierzulande oft synonym Hunderassen und deren Kreuzungen gemeint, die gemäß so genannter Rasselisten als gefährlich gelten. Einen echten und selbst dem Laien offensichtlichen Unterschied zwischen American Pit Bull Terrier und American Staffordshire Terrier gibt es nicht. Wenn überhaupt, so lässt sich vielleicht behaupten, der Pitbull wäre die funktionellere Variante. Der AmStaff ist dieser Argumentation zufolge die Show-Variante, die sich optisch bereits die eine oder andere Übertreibung leistet.

 

Jedenfalls ist das Bild des Pitbulls als Hund mit einer rauen Schale, die einen weichen Kern umgibt, mehr als zutreffend. Das Auftreten dieses Hundes strotzt vor Selbstsicherheit und kraftvoller Eleganz. Korrekt gezüchtet ist dieser Hund in der Familie und Kindern gegenüber absolut zuverlässig. Er ist freundlich, sanftmütig, empfindsam, sehr oft ein verspielter Clown. Er schmeichelt mit seiner bedingungslosen Loyalität.

Woran erkenne ich einen wirklich guten Züchter?

PitbullDie Entscheidung, die Familie um einen Hund erweitern zu wollen, will immer reiflich überlegt sein. Dies trifft umso mehr zu, wenn es sich um einen Pitbullwelpen handelt. Die Suche nach einem wirklich seriösen Züchter kann gerade bei dieser Rasse einige Zeit in Anspruch nehmen, doch ist sie unerlässlich. Jeder geschäftstüchtige Züchter wird von sich behaupten, nur die gesündesten und wesensfestesten Hunde miteinander zu verpaaren. Wie lässt sich feststellen, ob dies auch den Tatsachen entspricht? Natürlich ist es einfacher sich für eine Hunderasse zu entscheiden, deren Zucht von der FCI über nationale Kynologenverbände und Rasseclubs kontrolliert wird. Alle darin organisierten Züchter sind verpflichtet mit DNA-Tests und veterinärmedizinische Untersuchungen nachzuweisen, dass ihre angehenden Zuchttiere frei von erblichen Krankheiten sind. Besonders wichtig ist, dass die Zuchtzulassung jedes einzelnen Tieres durch den Verband an das Bestehen eines professionellen Wesenstestes geknüpft ist. Je nach Verband ist dieser Wesenstest in variablen Abständen zu wiederholen.

Gerade beim Pitbull solltest du penibel darauf achten, dass die Zuchtstandards eingehalten wurden, die die psychische wie physische Gesundheit der im Zuchteinsatz stehenden Tiere zweifelsfrei nachweist. Lass dich nicht von Verkaufsargumenten wie „Blue Line“ oder „Rednose“ blenden. Jede seriöse Pitbull Zucht, die zuverlässig wesensfeste, hervorragend sozialisierte und nachweislich gesunde Nachzucht anstrebt, hat für derartige Spielereien keine Kapazitäten frei. Außergewöhnliche Farbschläge oder abweichende Pigmentierungen lassen sich nur durch unnötige genetische Engführung erreichen, die sich im Laufe der Zeit gesundheitlich immer fatal auswirkt.

Ein Züchter, der diese Bezeichnung verdient, wird dir nicht nur stolz seine Zuchtstätte und mindestens die Mutterhündin zeigen. Er wird dir auch viele, nicht immer angenehme Fragen stellen. Sei darauf gefasst, dass ein weiteres Merkmal eines engagierten Züchters ist, nur ganz ausnahmsweise auch im Besitz des Deckrüden zu stehen. Mit Sicherheit wird er dir aber auf Anfrage alle Atteste und viele Fotos zeigen können.

Andere Hunderassen im Vergleich

Vergleich mit dem Rottweiler

Eine Hunderasse, der Pitbullanhänger zumeist auch viel abgewinnen können ist beispielsweise der Rottweiler. Hierbei handelt es sich um eine von der FCI anerkannte deutsche Hunderasse. Das hat den Vorteil, dass die Zuchtstätten strengen Auflagen unterworfen sind, deren Einhaltung auch kontrolliert wird. Dabei handelt es sich um eine der ältesten Hunderassen überhaupt, die bereits die Viehherden der römischen Legionäre im Alpenraum beschützten. Dieser kraftstrotzende Hund wurde schließlich im Raum Rottweil als Rottweiler Metzgerhund nur auf Leistung gezüchtet. Heutzutage steht er offiziell im Polizei- oder Heeresdienst oder profiliert sich allgemein als Begleit-, Schutz- oder Wachhund.

Verlgeich mit dem Kangal

Auch der Kangal zählt als Herdenschutzhund zentralasiatischer und anatolischer Nomaden zu den ältesten Hunderassen der Welt. Mit einer Schulterhöhe von bis zu achtzig Zentimetern zählt der nach der türkischen in der Region Sivas liegenden Stadt Kangal benannte Hund zu den Riesen. Wie der Pitbull ist auch dieser zu den Molossiden zählende Berghund nicht von der FCI anerkannt. Auch dieser zumeist cremefarbene Hund mit schwarzer Maske ist ins Zwielicht vieler Behörden geraten, indem er als vermutlich gefährlich eingestuft wird. Die Haltung des Kangals oder einer Kangal-Kreuzung ist daher je nach Region an Auflagen wie einen absolvierten Wesenstest gebunden.