Weimaraner – Anspruchsvolle und Treue Gefährten

Inhaltsverzeichnis

1. Ein treuer Begleiter für Outdoor-Fans

2. Eine wesensfester und passionierter Jagdgefährte

3. Die Lebenserwartung und wie sie durch Ernährung beeinflusst werden kann

4. Arztbesuche und spezielle Pflege bei Jagdhundrassen

5. Konsequente Erziehung ist ein Muss!

6. Ein sensibler und lernfähiger Beschützer

7. Die Zucht eine der ältesten Deutschen Hunderassen

8. Unterschiedliche Rassen für verschiedene Einsatzmöglichkeiten

Ein treuer Begleiter für Outdoor-Fans

Mit seinem silbern schimmerndem grauen Fell, der majestätischen Haltung, dem ernsthaften und treuen Gesichtsausdruck und den Augen aus Bernstein, gilt der Weimaraner als einer der schönsten Rassehunde. Doch sollte man sich trotz all ihrer Schönheit nicht nur deswegen für diese alte Rasse entscheiden.
Weimaraner Hund

Weimaraner

Der Weimaraner ist ein anspruchsvoller Hund und so solltest du dir im Vorfeld über die Haltungsbedingungen Gedanken machen und ob du diesem Charakterhund gerecht werden kannst. Denn der Weimaraner wurde gezüchtet und ist daher ein sogenannter Jagdgebrauchshund und erwartet von dir als Halter die nötige Beanspruchung. Für jeden Jäger ist der Weimaraner ein Glücksgriff, da er ein passionierter und treuer Jagdgefährte ist. Er gilt als sehr leistungsstark und muss daher laut seinen Rasseanforderungen bei der Jagd, auf dem Feld, im Wasser und im Wald sowohl vor als auch nach dem Schuss einsetzbar sein. Er ist daher ganz klar ein Arbeitstyp und wird sich nur mit ausreichender Beschäftigung wohlfühlen und dir keine Probleme machen. Sobald er nicht die richtige Auslastung bekommt, fängt er an seine überschüssige Energie anderweitig abzubauen und kann dadurch auch mal für andere Haustiere gefährlich werden. Von Natur aus ist er kein aggressiver Hund, benötigt aber die nötige Erziehung und Führung, um nicht nur seinem Trieb zu folgen.

Das er zu einem bestimmten Zweck gezüchtet wurde, heißt natürlich nicht das Weimaraner nur für Jäger und Förster geeignet sind. Du solltest dich jedoch vor der Anschaffung fragen, ob du beispielsweise die nötige Zeit hast um mit ihm viele Unternehmungen in der Natur zu machen.
Gehst du gerne laufen oder auf lange Wandertouren? Fährst du gerne mit deinem Fahrrad auf schönen Outdoor-Strecken über Stock und Stein? Erklimmst du gerne Berge und fühlst dich in Wald und Wiesen zuhause? Perfekt, dein Hund wird dich dabei immer gerne begleiten und es lieben!

Eine wesensfester und passionierter Jagdgefährte

Hündin: Größe 56-65 cm, Gewicht 25-35kg
Rüde: Größe 59-70 cm, Gewicht 30-40kg
Farbe: silber, silbergrau, mausgrau
Klassifikation des FCI: Gruppe 7 Vorstehhunde. Sektion 1.1, Typ „Braque“

 

Der Weimaraner besitzt entweder glattes und festes Kurzhaarfell, welches einen sehr geringen Aufwand bei der Fellpflege benötigt. Auch der Langhaar-Weimaraner hat relativ pflegeleichtes nicht übermäßig langes, weiches glattes oder leicht welliges Haar. Seine Fellfarbe ist meist grau mit einem silbernen Schimmer, was ihn besonders edel aussehen lässt. Dadurch kam auch sein Ruf als „Modehund“ zustande, was aber einer artgerechten Haltung nicht sonderlich zuträglich ist. Sein äußeres Erscheinungsbild wurde zweckmäßig der Jagd angeglichen, weshalb er einen mittelgroßen, muskulös und sehnig Körperbau vorweist.

Weimaraner Hund

Weimaraner im Wald

 

Durch seine Entwicklung ist er daher ein sehr formschöner und wohlproportionierter, kräftiger Hund. Der Kopf des Rüden ist etwas

breiter als der Kopf der Hündin, er besitzt wenig Stirn in deren Mitte eine kleine Einbuchtung ist. Der Nasenrücken ist gerade bis leicht nach oben gewölbt und im Profil wirkt die Schnauze (Fang) des Hundes fast kantig. Die Lefzen sind nicht besonders stark ausgebildet, der Kiefer jedoch kräftig und die Backen deutlich muskulös ausgebildet.

Seine bernsteinfarbenen runden Augen haben einen intelligenten und treuen Ausdruck und seine Ohren sind sehr breit und lang. Sie hängen bis fast an die Mundwinkel und wenn er dir aufmerksam zuhört, wird er seine Ohren etwas eindrehen. Wenn du mit deinem Weimaraner redest und er dabei den Kopf zur Seite neigt, hört er dir interessiert zu, muss dabei nur an seinem langen Nasenrücken vorbeischauen.

Sein Charakter wird nach dem FCI-Standard als sehr vielseitig, leichtführig, wesensfest, nicht übermäßig temperamentvoll und mit einer ausgeprägten Jagdpassion, beschrieben. Er gilt als nicht besonders aggressiver Hund und ist daher perfekt als Gebrauchshund für die Jagd geeignet. Wenn dieser Jagdtrieb nicht gefordert wird, ist der Weimaraner allerdings im Bezug auf andere Hunde und Haustiere häufig problematisch.

Wenn du in der Stadt wohnst gilt jedoch auch, schaffst du es die nötigen Anstrengungen aufzubringen, um deinen Hund artgerecht zu fördern? Er wird nicht den ganzen Tag ruhig unter deinem Bürotisch liegen und schlafen. Er wird auch nicht mit einer 20 minütigen Gassi-Runde am Nachmittag zufrieden sein. Er wird immer mindesten zwei Stunden Auslauf am Tag benötigen, gerne aber deutlich mehr. Das heißt allerdings auch nicht, dass er im Garten für sich alleine ist. Nein, er braucht Aufgaben von seinem Hundehalter!

Die Lebenserwartung und wie sie durch Ernährung beeinflusst werden kann

Die Lebenserwartung eines Weimaraners liegt im Schnitt zwischen zehn und zwölf Jahren. Im Allgemeinen spricht man davon, dass reinrassige Hunde eine geringere Lebenserwartung als Mischlinge haben. Dies hängt stark mit genetischen Defekten und Krankheiten zusammen die durch Zucht entstehen können.
Die Tatsache, dass jede Rasse zu Beginn ihrer Entstehungsgeschichte aus einer zufälligen Mutation entstand, kann uns das verdeutlichen. In diesem Zusammenhang ist Mutation nicht als etwas Schlechtes zu sehen vielmehr handelt es sich um einen Unterschied zu den anderen Mitgliedern der Gemeinschaft. Diese Unterschiede und die Arbeit des Menschen in Form von Zucht, ermöglichen uns heute diese Vielzahl an unterschiedlichen Hunderassen.
Es gibt viele Studien die sich mit der Ernährung von Hunden beschäftigen. Dabei hat sich herausgestellt, dass Hunde die lediglich mit handelsüblichem Hundefutter ernährt werden, die geringste Lebenserwartung haben. Auf Platz zwei folgen Hunde die mit BARF ernährt werden. Die längste Lebenserwartung haben jedoch Hunde die ähnlich dem Menschen, mit wechselnder Nahrung bestehend aus Fleisch, verschiedenen Kohlenhydraten wie etwa Getreide, Reis oder Ähnlichem sowie Obst und Gemüse ernährt werden.

Die Ernährung sollte auf jeden Fall auf den Hund abgestimmt sein und berücksichtigen wie viel er verbrennt. Denn Vorsicht, der Weimaraner gilt als sehr verfressen und erfinderisch, wenn es um Nahrungsbeschaffung geht!

Herkunft und Geschichte einer adeligen Rasse

Der adelige Name des Weimaraners lässt es fast schon vermuten, seine Abstammung ist auf Deutschland und ganz speziell auf Weimar zurückzuführen. Über die genaue Herkunft gibt es verschiedene Theorien, unteranderem das an seiner Entstehung der Deutsch-Kurzhaar beteiligt war.

Gesichert und belegt ist jedoch, dass er schon im 19. Jahrhundert am Weimarer Hof gehalten und gezüchtet wurde. Überliefert ist, dass er dort von Großherzog Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757-1828) gezüchtet wurde und es damals ausschließlich Angehörigen des Adels erlaubt wurde, speziell den Weimaraner als Jagdhund zu halten. Damals besaß er wohl noch deutlich mehr Leithundblut und wurde auch hauptsächlich zur Jagd eingesetzt.

Zu dieser Zeit war es üblich, dass sich Jäger und Förster um die Zucht der Tiere kümmerten, wobei es damals nur um die Leistung und nicht um ihr äußeres Erscheinungsbild der Hunde ging. Daher war zu dieser Zeit der Langhaar-Weimaraner auch noch viel weiter verbreitet als heute, jedoch nie so beliebt wie die kurzhaarige Variante. Die Reinzucht mit dem Weimaraner beginnt dann ab dem Jahre 1897 und so ist er heute die älteste Deutsche Vorstehhunderasse, durch ein Zuchtbuch belegt. Durch die Reinzucht, also den Verzicht auf Fremdblut anderer Rassen, ist jedoch eine Vorsicht im Bezug auf genetische Fehler durch Inzucht geboten.
In Amerika wurde der Weimaraner schon in den 50er Jahren als „Modehund“ beliebt und seitdem weniger auf Leistungsfähigkeit sondern mehr nach rassetypischen Äußerlichkeiten gezüchtet.
Die meisten Züchter in Deutschland geben ihre Hunde nur an Jäger und Förster ab, da sie spezielle Ausbildungszeugnisse im Bereich der Jagt benötigen. Seit ein paar Jahren kommen durch die erhöhte Nachfrage vermehrt auch außerhalb des Weimaraner-Klubs Züchter hinzu, die allerdings ebenfalls vom Dachverband kontrolliert werden. Also keine Sorge, auch wenn du kein Jäger bist hast du die Möglichkeit dir diese spezielle Hunderasse auszusuchen.

Arztbesuche und spezielle Pflege bei Jagdhundrassen

Wenn dein Hund vom Züchter kommt und du ihn schon als Welpe zu dir nimmst, muss er schon die erste Impfung erhalten haben. Junge Welpen können schon im Alter von zwei Monaten abgegeben werden, dürfen die erste Tollwutimpfung (Pflicht!) allerdings erst mit drei Monaten erhalten. Das heißt du musst spätestens dann zum ersten Mal mit ihm zum Tierarzt. Die Impfungen werden in den Hundepass eingetragen, plus des Datums wann du diese auffrischen lassen musst. Weitere Arztbesuche und Untersuchungen sind mit deinem Tierarzt speziell auf den Hund abgestimmt, zu besprechen.
Weimaraner Hund bei einem Kind

Weimaraner

Das Fell der Hunde besitzt die Eigenschaft sich durch den natürlichen Fettfilm, ähnlich einer Ente, selbst zu reinigen. Diesen

Fettfilm gilt es zu erhalten, da sich weniger Bakterien im Fell festsetzten können und der Hund weniger streng riecht. Bei Nässe und Dreck wird er mit einem Handtuch abgerubbelt und sollte dann auf einer Decke trocknen. Nach einiger Zeit fällt der Schmutz durch die natürlichen Bewegungen einfach ab. Decke ausschütteln und fertig! Sollte dein Hund sich allerding mal in Kot oder ähnlichem wälzen, darfst du ihn gerne waschen!

Bei den langen Schlappohren vieler Jagdhundrassen kommt es häufig zu Entzündungen der Ohrspitzen. Durch das Schütteln des Kopfes schlagen diese auf die harte Schädeldecke und platzen häufig auf. Da die Ohrspitzen eine stark durchblutete Stelle sind, heilen sie sehr langsam und schlecht. Vor allem bei Welpen tritt das Problem häufiger auf und die Tiere sind oft ihr Leben lang an den Ohren besonders empfindlich. Bei Nässe gehen die Wunden gerne wieder auf und das ganze Spiel geht von vorne los. Wichtig ist, dass kein Schmutz in die Wunden kommt und sie nicht zu hart verkrusten, da sonst die Ohren des Weimaraners einreisen und Vernarbungen entstehen können. Ein gutes Mittel für den Spaziergang im Regen ist Zinksalbe, die Bakterien abhält und die Kruste weich hält.

Konsequente Erziehung ist ein Muss!

Der Weimaraner gilt als ein sehr lernfähiger und menschenbezogener Hund. Er ist jedoch nicht geeignet für strenge Ausbildungsmethoden, benötigt aber sehr viel Konsequenz und muss auf einem hohen Niveau ausgebildet werden. Er benötigt einen engen Bezug zu seiner Familie und braucht unbedingt verschiedene Beschäftigungsmethoden. Der Weimaraner ist nicht als klassischer Familienhund gezüchtet worden, kann aber durchaus umgänglich sein. Jedoch sollten alle Familienmitglieder auf den Hund abgestimmt sein und im richtigen Umgang mit ihm geschult sein. Einfach die ganze Familie einpacken und ab zur Hundeschule!
Einen Welpen zu erziehen ist jedoch nie ganz einfach und kostet einiges an Geduld und Nerven. In der ersten Zeit weiß der Kleine noch nicht, dass er nicht ins Haus machen darf. Hierbei ist die Erziehungsmethode der liebevollen Strenge jedoch erfolgsversprechender als ihn das Auszuschimpfen. Vor allem gilt es zu beachten, dass du deinem Welpen nur klar machen kannst was er falsch gemacht hat, wenn du ihn auf frischer Tat ertappst. Verrichtet er also sein Geschäft im Haus, schnapp ihn dir, sag deutlich „Nein“ und ab mit ihm vor die Tür. Dort wird er erstmal nicht genau wissen was passiert ist und du musst geduldig warten. Sobald er jedoch sein Geschäft verrichtet solltest du ihn loben, sodass er damit ein Erfolgserlebnis verbinden kann. Mit ein bisschen Geduld und Aufmerksamkeit ist der Weimaraner sehr schnell stubenrein.
Die Zerstörungswut der Hunde im Bezug auf Möbel und Schuhe gilt als allgemein sehr weit verbreitet. Aber auch hier kannst du mit der richtigen Erziehung gegenwirken. Welpen zerkauen meist alles was sie zwischen die kleinen Zähne bekommen, vor allem in der Zeit des Zahnwechsels. Da der Weimaraner aber sehr lernfähig ist, kannst du ihm sehr einfach beibringe was er zerkauen darf und was nicht. Es gibt unzählige Kaustangen, Lerckerli und spezielle Hölzer an denen sich dein Hund austoben kann.

Ein sensibler und lernfähiger Beschützer

Der Weimaraner ist Deutschlands älteste Vorstehhunderasse und daher bei Jägern sehr beliebt. Seine hervorragende Nase gilt als besonders feinfühlig, weswegen er vor allem für die Arbeit nach dem Schuss (Schweißhund) geschätzt wird. Er ist ein sehr anhänglicher und auf seinen Menschen bezogener Hund und weißt daher eine wenig temperamentvolle Suche auf. Wichtig für Jäger ist außerdem seine besondere Wild- und Raubzeugschärfe. Daher gilt es den Weimaraner konsequent und gemäß seinem Wesen auf absolute Gehorsamkeit auszubilden.
Weimaraner Hund glücklich

glücklicher Weimaraner

Sein ausgeprägter Schutzrieb ist eine weitere sehr geschätzte Eigenschaft bei Hundehaltern. Dies bedeutet eine starke Bereitschaft seine Familie und den Besitz zu verteidigen. Damit unterscheidet der Weimaraner sich von anderen Jagdhundrassen und benötigt eine spezielle Ausbildung, damit er lernt diesen Schutztrieb nur in bestimmten Situationen einzusetzen.

Wegen seiner guten Nase und seiner kompromisslosen Mannesschärfe wird der Weimaraner auch als Drogen- und Bombenspührhund von der amerikanischen Polizei eingesetzt. Seine Vielseitigkeit und seine Lernfähigkeit sowie der starke Bezug zum Menschen, ermöglichen zudem den Einsatz als Therapiehund.

Leider hat die Schönheit des Weimaraners dazu geführt, dass sich viele Menschen diese Rasse als „Modehund“ zugelegt haben. Oft bringen die Menschen nicht die nötige Ausdauer und Ruhe mit in die Beziehung und der Hund muss wieder abgegeben werden. Hunde sind sehr sensible Wesen und müssen speziell ihrer Fähigkeiten sozialisiert werden. Man sollte daher nicht leichtfertig eine so arbeitsintensive Rasse wie den Weimaraner wählen. Mit der richtigen Einstellung und dem nötigen Feingefühl, um dich den Bedürfnissen deines Hundes anzupassen, ist der Weimaraner jedoch ein treuer Begleiter und wird dir immer beschützend zur Seite stehen.

Die Zucht eine der ältesten Deutschen Hunderassen

Jeder Züchter muss sich an die Zuchtordnung des Internationalen Dachverbandes der Rassehundevereine FCI halten. Es werden nur reinrassige Hunde mit einer bestätigten Ahnentafel als Zuchthunde zugelassen. Im Vordergrund steht allerdings zu jederzeit die Gesundheit des Hundes. So werden nur Hunde gestattet, die kerngesund und ohne erbliche Defekte und Krankheiten sind und die wesensfest und gesellschaftsverträglich sind. Desweiteren wird auf das rassetypische äußere Erscheinungsbild sowie die Wesensart geachtet. Laut der Zuchtordnung für einen Weimaraner gilt, er sollte ein „vielseitiger, leichtführiger, wesensfester und passionierter Jagdgebrauchshund“ sein.
Weimaraner Hundewelpen in den Händen gehalten

Weimaraner Hundewelpen

Hündinnen müssen natürlich noch spezieller betrachtet werden. So gilt die Verordnung, dass in zwei Jahren nur drei Würfe gezogen werden dürfen, um ihre Gesundheit nicht zu beeinträchtigen. Nach zwei Kaiserschnitten wird einer Hündin die Zuchttauglichkeit zum eigenen Schutz entzogen.

Da der Weimaraner schon lange als Reinzüchtung gezogen wird, ist die Gefahr von Inzest und daraus entstehenden Krankheiten besonders hoch und du solltest dich immer informieren, woher dein Hund stammt, wer seine Eltern sind und ob alles mit rechten Dingen zuging. Ein reinrassiger Weimaraner kann sehr teuer verkauft werden, da sind Betrüger meist nicht weit!
Ein Wurf muss immer von einem Zuchtwart abgenommen werden, Die Welpen dürfen erst nach der 9. Lebenswoche, entwurmt und mit der Erstimpfung abgegeben werden. Solltest du also einen Welpen aus einem Hinterhof-Geschäft angeboten bekommen, bitte das Amt verständigen!
Sollte es in einem Wurf zu Krankheiten oder Defekten kommen, ist der jeweilige Züchter zu einer Meldung verpflichtet. Dabei geht es zwar auch um die Erhaltung der Rasse, jedoch vor allem um das Wohl der Tiere.

Unterschiedliche Rassen für verschiedene Einsatzmöglichkeiten

Im Vergleich zu anderen Rassen überzeugt der Weimaraner deutlich durch seinen vielseitigen Einsatz bei der Jagd und seine extreme Lernfähigkeit.

Vergleich mit dem Masitff

Der Old-Englisch Mastiff, ist mit seinen 90 Kilogramm beispielsweise deutlich kräftiger und muss laut seinen Rassebestimmungen auch massiv und schwer auftreten. Durch seine Größe und sein altehrwürdiges Gesicht mit vielen Falten und langen Lefzen, wirkt er natürlich um einiges respekteinflößender als der Weimaraner. Sein Wesen gilt jedoch als äußerst Reizresistent, weswegen er auch deutlich weniger Aggressivität im Bezug auf andere Hunde zeigt. Beider Rassen weisen jedoch einen ausgeprägten Schutztrieb auf, sobald der menschlichen Sozialpartner einer Bedrohung gegenübertritt. Anders als der Jagdtrieb es dem Weimaraner gebietet, geht der Mastiff den Aggressor allerdings nicht an sondern stellt ihn lediglich. Der Mastiff wird daher meist als Wachhund für Gebäude gehalten und nicht für den Gebrauch zur Jagd. Allerdings sind beide Hunderassen sehr menschenbezogen, der Mastiff wird allerdings wegen seiner gutmütigen und ruhigen Art, häufiger als Familienhund gehalten.

Vergleich mit der Englischen Bulldogge

Vergleicht man den Weimaraner zum Beispiel mit der Englischen Bulldogge sind die äußeren Merkmale ebenfalls so deutlich zu erkennen wie beim Mastiff. Der relativ kleine aber sehr schwere Hund wirkt mit seinem faltigen und massigen Körper alles andere als so sportlich und muskulös wie der Weimaraner. Durch seine vielen rassetypischen Falten, wirkt der Gesichtsausdruck der Bulldogge häufig sehr grimmig, was aber nicht für das Wesen dieser Rasse zutrifft. Die als sehr liebenswürdig, mutig und loyal beschriebenen Tiere, sind im Gegensatz zum Weimaraner sehr viel einfacher zu erziehen. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass auch kein unbedingter Gehorsam wie es ein Jagdhund benötigt, vorausgesetzt werden kann. Große Schwierigkeiten hat die Rasse allerdings mit durch Extremzüchtung und Übertypisierung hervorgerufenen Problemen. Nicht wie bei dem Weimaraner gut kontrolliert, kommt es bei der Englischen Bulldogge häufig zu Qualzüchtungen. Das bedeutet, dass vielfach eine natürliche Geburt der Welpen nichtmehr möglich ist und diese per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden.

Vergleich mit dem Chihuahua

Ebenfalls große zuchtbedingte Probleme und Fehler, weist die Hunderasse des Chihuahuas auf. Der wohl aus Mexiko stammende Hund wurde aus den wohl gegensätzlichen Gründen wie der Weimaraner gezüchtet. Ohne einen speziellen Gebrauchseinsatz diente die kleine Hunderasse nur der Zierde und er wurde im Laufe seiner Entwicklung immer kleiner und kleiner gezüchtet, was ebenfalls gesundheitliche Probleme für die Tiere bedeutet und von einer Qualzucht gesprochen werden muss. Der Weimaraner hat daher noch relativ großes Glück, ohne genetische Schäden davon gekommen zu sein und wenn du dich der Aufgabe gewachsen siehst, steht deinem Hundeglück nichts mehr im Weg.