Französische Bulldogge


Inhaltsverzeichnis

1. Ein abenteuerlustiger Familienhund

2. Erscheinungsbild – Große Ohren und großes Herz

3. Ein langer gemeinsamer Lebensweg

4. Der kleine Franzose für Adel und Volk

5. Genügsamer Weggefährte mit kleinen Besonderheiten

6. Auch kleine Hunde brauchen Erziehung

7. Darum ist sie etwas besonderes

8. Für Nachwuchs sorgt der Fachmann

9. Kleiner Hund mit großen Vorzügen



Französische Bulldogge – Ein abenteuerlustiger Familienhund

Groß oder klein, Zottelfell oder Glatthaar, lange oder kurze Nase: Hunderassen gibt es viele. Dabei hat jede Art nicht nur ihr ganz eigenes Erscheinungsbild, sondern auch individuelle Charakterzüge. Vor der Anschaffung eines Vierbeiners solltest du dir daher überlegen, welche Erwartungen du von einem Hund hast und bei deiner Wahl auch bedenken, was du deinem neuen Familienmitglied bieten kannst. Für jeden Hundefreund gibt es aber den passenden Vierbeiner. Immer größerer Beliebtheit bei Hundebesitzern erfreut sich heute wieder die französische Bulldogge.
Die Rasse, die von ihren Fans liebevoll auch „Bully“ genannt wird, hat früher bereits in Frankreich sowohl Könige als auch die einfache Bevölkerung von sich überzeugt. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn der kleine Hund mit den großen Ohren ist ein fantastischer Familienhund und erzeugt mit seinem auffälligen Aussehen überall Aufmerksamkeit. Durch sein lebhaftes aber freundliches Wesen begeistert er schnell Kinderherzen, mit seiner genügsamen und verschmusten Art ist die französische Bulldogge außerdem ein guter Begleiter für Senioren. Doch unterschätzen solltest du den „Bully“ nicht.
Trotz ihrer recht kleinen Größe ist die französische Bulldogge nämlich bei weitem kein Schoßhündchen, sondern ein agiler und abenteuerlustiger Begleiter, der sich bei Gelegenheit gerne auch mal seine Pfoten schmutzig macht. Agile Menschen, die sich gerne in der freien Natur an der frischen Luft bewegen, werden mit dieser Hunderasse ebenso Freude haben wie eher gemütliche Hundebesitzer. Denn ein langer Spaziergang ist mit der französischen Bulldogge ebenso möglich wie ein gemeinsamer Nachmittag auf dem Sofa. Die Vierbeiner sind sehr anpassungsfähig. Sein liebes Wesen und die relativ einfache Pflege macht den „Bully“ außerdem zu einem guten Hund für Erstbesitzer. Trotzdem sollte man die französische Bulldogge nicht unterschätzen und auf eine ordentliche Erziehung wert legen, denn die kleinen Hunde sind keineswegs dumm. Der „Bully“ kann ein echtes Schlitzohr sein.

Erscheinungsbild – Große Ohren und großes Herz

Französiche Bulldogge Hund beim Sitzen

Französiche Bulldogge

Die französische Bulldogge in Zahlen:
Alter: 10 bis 12 Jahre
Größe: 30 bis 35 Zentimeter
Gewicht: 8 bis 14 Kilogramm
Eine französische Bulldogge fällt durch ihr auffälliges Aussehen überall auf. Die Reaktionen sind überwiegend positiv, weswegen diese Rasse auch gerne für die Werbung benutzt wird. Prägnant sind vor allem die großen Fledermausohren. Diese sind am Ansatz breit, die Spitze ist abgerundet. Die Ohrmuschel ist bei der französischen Bulldogge nach vorn geöffnet. Ebenfalls besonders ist das Gesicht dieser Rasse. Der Kopf wirkt fast quadratisch und ist durchzogen mit symmetrischen Falten. Die Nase ist kurz und platt, die Nasenlöcher dafür weit geöffnet. Der „Bully“ hat typische Knopfaugen, sie sind rund und meistens dunkel. Das Fell dieser Rasse ist kurz und dicht, trotzdem aber sehr weich. Die Farbe der Hunde kann ganz unterschiedlich sein. Die französische Bulldogge gibt es sowohl einfarbig als auch gestromt oder sogar gescheckt.

Die Rute ist von Natur aus relativ kurz. Insgesamt ist der kleine „Bully“ ein muskulöser Hund, der über einen soliden Knochenbau verfügt. Wie bei allen Rassehunden sind auch bei der französischen Bulldogge die Standards für ihre Körperform vom Fédération Cynologique Internationale (FCI), dem größte internationalen kynologischen Dachverband, genau festgelegt. Der heute gültige FCI-Standard wurde 1995 in Frankreich veröffentlicht und ist Ausschlaggebend für die Bewertungen auf Hundeausstellungen. Erste Fassungen gab es bereits 1898. Diese wurden im Laufe der Jahre mehrfach überarbeitet und angepasst.

Der Charakter der Rasse ist überwiegen freundlich. Der „Bully“ ist lebhaft und hat ein verspieltes, fröhliches Wesen. Er zeigt ein aufgewecktes Verhalten, ist aber gleichzeitig verschmust und anhänglich. Die Nähe zu ihrer Familie ist dieser Rasse wichtig.

Ein langer gemeinsamer Lebensweg



Ein Hund kann in deinem Leben immer nur für eine gewisse Zeit ein Wegbegleiter sein, denn ein Hundeleben ist deutlich kürzer als das eines Menschen. Ähnlich wie der Charakter, ist auch die durchschnittliche Lebenserwartung eines Vierbeiners von seiner Rasse abhängig. Große Hunde werden dabei in der Regel nicht ganz so alt wie klein bleibende Rassen. Sicherlich gibt es auch hier immer Ausnahmen, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.
Die französische Bulldogge hat eine Lebenserwartung von zehn bis zwölf Jahren. Sie wird ihrem Halter also im besten Fallen länger als ein Jahrzehnt zur Seite stehen. Darüber solltest du dir bewusst sein, bevor du dich für einen „Bully“ entscheidest – es wird eine langfristige Beziehung zwischen euch sein.
Ähnlich wie beim Menschen hängt aber auch die Lebenserwartung einer französischen Bulldogge von äußeren Einflüssen ab. Ernährung, Bewegung und Vorsorge spielen dabei eine wichtige Rolle. Ein großer Teil der Verantwortung für einen gesunden Lebensstil und somit auch für die Lebenserwartung des Hundes trägt also der Halter. Der Grundstein für ein gutes Immunsystem wird bereits in der Welpenstube gelegt. Beim Kauf einer französischen Bulldogge solltest du also einen seriösen Züchter wählen, damit du lange Freude an deinem Hund hast.

Der kleine Franzose für Adel und Volk

Dass die französische Bulldogge aus Frankreich stammt, legt schon der Name nahe. Ihre Ursprünge hat die Rasse aber in England. Die französische Bulldogge ist wie eigentlich alle Hunderassen aus einer Kreuzung entstanden. Der „Bully“ stammt von der englische Bulldogge ab. Diese Rasse wurde Anfang des 19. Jahrhunderts in verschiedenen Gewichtsklassen gezüchtet. Die besonders leichten Exemplare dürften eine wichtige Rolle bei der Endwicklung der heutigen französischen Bulldogge gespielt haben.
Die kleinen und leichten Hunde fanden schnell ihre Liebhaber. Händler und Handwerker brachten die Tiere mit nach Frankreich. Dort wurden sie von eher einfachen Züchtern mit dort heimischen Rassen gekreuzt, darunter waren vermutlich Terrier und Möpse. Recht schnell entwickelte sich so ein auffälliger Hund mit markanten Stehohren, der sich auch durch sein Wesen sehr von den ursprünglichen Doggen unterschied: ein lebhafter und aufgeweckter kleiner Vierbeiner. Die französische Bulldogge blieb nicht lange ein Hund einfacher Leute. Hatten die kleinen Doggen mit den Fledermausohren am Anfang vor allem in ihrem Ursprungsland England mit Spott und Häme zu kämpfen, wurde sie mit der Zeit immer beliebter.
Auch Adelshäuser, Könige und Künstler begeisterten sich für diese Hunderasse. Bekanntester Anhänger der Rasse war wohl der englische König Eduard VII. Im Jahr 1880 wurde in Paris bereits der erste Verein zur Rasse gegründet. Auch die ersten Zuchtergebnisse wurden in Frankreich bereits recht früh, im Jahr 1885, dokumentiert. Zwei Jahre später gab es bereits Ausstellungen mit der französischen Bulldogge. Die Zuchtstandards für diese Rasse sind 1898 festgehalten worden. Die französische Bulldogge fand auch in Amerika ihre Anhänger. Sowohl in Europa als auch in den USA entstanden Zuchtclubs, die sich ausschließlich der französischen Bulldogge widmeten. Erstaunlich ist es dabei, dass sich die rassetypischen Merkmale trotz der breiten Streuung des Hundes kaum verändert hat. Nach einer kurzen Flaute in der Nachfrage ist die französische Bulldogge heute in vielen Ländern ein beliebter Familienhund.

Genügsamer Weggefährte mit kleinen Besonderheiten

Waschen, schneiden, legen: Mit ihrem kurzem Fell ist die französische Bulldogge eigentlich recht leicht zu pflegen. Der Aufwand unterscheidet sich aber, ob du mit deinem Hund an Ausstellungen teilnehmen möchtest oder deinen „Bully“ einfach nur als Familienhund hältst.
Französiche Bulldogge Hund beim Liegen

Französiche Bulldogge

Das kurze Fell lässt sich recht einfach ausbürsten.Wird es mit einem speziellen Pflegehandschuh abgerieben, kommt es zusätzlich noch etwas mehr Glanz. Ob du diesen Aufwand betreiben möchtest, liegt aber bei dir. Ein großer Vorteil ist, dass das kurze Fell der französischen Bulldogge nicht getrimmt werden muss. Sollte sich der „Bully“ beim Spielen in der Natur schmutzig gemacht haben, kann man einen Großteil des Drecks meistens recht einfach abwischen, so dass ein Vollbad nur selten notwendig ist. Züchter empfehlen außerdem, die Geschichtsfalten des Hundes regelmäßig einzucremen und zu reinigen. Die Ohrmuscheln müssen ebenfalls des Öfteren kontrolliert werden. Auch beim Fressen ist die französische Bulldogge genügsam – zumindest was die Menge angeht. Ist diese Rasse in ihrer Haltung sonst sehr pflegeleicht, sollte beim Futter aufgepasst werden. Zum einen bekommen die kleinen Hunde schnell Übergewicht. Zum anderen neigt die Rasse zu einem empfindlichen Magen. Ein hochwertiges und ausgewogenes Futter ist daher angebracht, um sich einen unnötigen Gang zum Tierarzt zu sparen.

Wie oft dein Hund zum Arzt musst, hängt aber von verschiedenen Umständen ab. Bereits im Welpenalter werden wichtige Grundsteine für das Immunsystem der Tiere gelegt. Bei beliebten Rassen, wie auch die französische Bulldogge eine ist, versuchen aber immer auch unseriöse Züchter mit den beliebten Hunden ein schnelles Geschäft zu machen. Die sogenannten Wühltischwelpen sind meistens im schlechten Zustand. Wichtige Impfungen fehlen. Den oftmals günstigen Kaufpreis zahlt der Hundehalter mit zahlreichen Tierarztbesuchen und meistens mit einer kurzen Lebenserwartung des Hundes. Gerade bei der französischen Bulldogge, die durch ihre angezüchtete platte Nase zu Kurzatmigkeit und Schnarchen neigen kann, ist eine ordentliche und verantwortungsvolle Vermehrung notwendig. Dem Tierarzt solltest du deinen Hund trotzdem regelmäßig vorstellen. Wie auch die Menschen benötigen Hunde verschiedene Impfungen, die in bestimmten Zeitabständen aufgefrischt werden müssen. Vorsorgeuntersuchungen beugen ernsthaften Krankheiten vor und ihre Anzeichen werden im Fall der Fälle schnell vom Fachmann erkannt.



Auch kleine Hunde brauchen Erziehung

Die französische Bulldogge ist vom Wesen her ein lieber und umgänglicher Hund. Jedoch braucht auch der kleine „Bully“ eine ordentliche Grunderziehung. Halter kleiner Hunderassen neigen oft dazu, die Hundeschule schleifen zu lassen, da sie meinen, dass von ihren kleinen Liebling keine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht. Erziehung bedeutet aber nicht nur, ordentlich an der Leine gehen, sondern auch ein umgängliches Verhalten zu zeigen. Nicht umsonst haben kleine Hunderassen den Ruf der Kläffer. Dabei muss das gar nicht sein, denn die französische Bulldogge ist sehr gelehrig. Da sie außerdem gerne ihrem Herrchen oder Frauchen gefallen möchte, sollte es für dich ein Leichtes sein, deinem „Bully“ eine gute Grunderziehung zu vermitteln. Die Hunde sind mit Eifer beim Lernen dabei, eine Sturheit wie zum Beispiel ein Dackel zeigen die Vierbeiner nicht.
Neben der Stubenreinheit gehören unter anderem Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Aus“ zur Grunderziehung. Wichtig dabei ist, konsequent zu bleiben, egal ab du alleine oder mit einem Hundetrainer arbeitest. Nur zu schnell schaffen es die süßen Hunde, mit einem Blick aus ihren Knopfaugen ihren Menschen um die Pfote zu wickeln. Kommt die französische Bulldogge in die Pubertät, kann selbst der liebste Hund für eine Weile ein anstrengender Zeitgenosse sein. Hat er vorher das 1 mal 1 der Hundeschule erlernt, fällt auch der Umgang mit den pubertären Tieren leichter. Wichtig ist auch die richtige Auslastung des Hundes.
Grundsätzlich neigt die französische Bulldogge mit ihrem ruhigen Temperament nicht zur Zerstörungswut, dauerhafte Langeweile kann diese jedoch auch im ausgeglichensten Vierbeiner wecken. Der „Bully“ ist im allgemeinen zwar sehr anpassungsfähig und braucht keine stundenlangen Aktionsspaziergänge. Regelmäßige Abwechslung im Alltag tut aber auch der französischen Bulldogge gut. Gemeinsames Spielen, Entdeckungsspaziergänge oder auch das Kuscheln auf dem Sofa schweißen dich und deinen Hund außerdem fest zusammen und sorgen dafür, dass ihr unschlagbares Team werdet.

Etwas Besonderes: Die französische Bulldogge

Die französische Bulldogge passt bestens in die heutige Zeit und ist ideal geeignet für die Lebensumstände vieler moderner Familien. Der kleine Hund benötigt nicht viel Platz und kann problemlos in einem Kleinwagen mitfahren. Auch mit kurzen Gassi-Runden – zum Beispiel in der Mittagspause – ist er zufrieden. Dennoch ist die französische Bulldogge ein spannender Zeitgenosse. Sie unterscheidet sich in vielen Dingen von anderen Hunden. Auf den ersten Blick fällt natürlich sofort ihr äußeres Erscheinungsbild auf. Die nach vorne gerichteten Ohren und die platte Nase verleihen der Rasse ein interessantes Aussehen.
Ihr Wesen ist vielschichtig und anpassungsfähig, auch hat der kleine „Bully“ einen ausgeprägten Charakter. Er ist stets freundlich, aufgeschlossen und alles andere als ein Angsthase. Das macht ihn zu einer ganz anderen Kategorie Hund, als viele andere kleine Rassen, die ständig vor Angst zittern. Er ist unter den kleinen Hunden ein ganz Großer, was Ausdauer und Bewegungsfreude angeht – auch wenn man ihm ab und an eine Erholungspause gönnen sollte. Trotz unaufdringlichem Spieltrieb ist er sehr anpassungsfähig und daher ein guter Begleiter für Familien, junge Leute und auch Senioren. Hinzu kommt die spannende Geschichte der französischen Bulldogge. Welcher Hund kann schon von sich behaupten, neben einfachen Leuten ganze Königshäuser von sich überzeugt zu haben?

Für Nachwuchs sorgt der Fachmann

Mit steigender Beliebtheit einer Hunderasse steigt auch die Nachfrage nach ihren Welpen. So auch bei der französischen Bulldogge. Beim Kauf deines neuen Weggefährten solltest du unbedingt auf seine Herkunft und die Papiere achten, auch wenn du nicht mit ihm zu Ausstellungen gehen möchtest. Ein Preis von mehreren Hundert Euro ist dabei für einen gesunden und gut gepflegten Rassehund völlig normal. Der Fachmann achtet bereits lange bevor die Welpen auf der Welt sind auf die richtigen Grundbedingungen. Er stellt die richtige Paarung der Hundeeltern zusammen, denn auch wenn die platte Nase bei der französischen Bulldogge dazu gehört, sollten zu kurze Atemwege oder zu enge Nasenlöcher nicht weiter vererbt werden. Auch sind Hunde mit Erbkrankheiten von der Zucht ausgeschlossen. Die Geburt der kleinen „Bullys“ kann wegen ihrer Körperform schwierig werden. Hier sorgt ein erfahrener Züchter dafür, dass sowohl die Hündin als auch ihre Welpen alles gut überstehen. In den ersten Lebenswochen müssen die kleinen Hundebabys möglichst viel lernen und Gelegenheit haben, mit ihren Eltern und Geschwistern zu toben und zu kuscheln. Das ist wichtig, damit sie ein gutes Sozialverhalten erlernen können.
Die ersten Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen werden vom Züchter veranlasst, bevor der Welpe zu seinem neuen Besitzer zieht. Solltest du keine Möglichkeit haben, dir die Welpenstube oder auch die Eltern deiner zukünftigen französischen Bulldogge anzuschauen, solltest du skeptisch werden. Wühltischwelpen oder die Ergebnisse schlechter Hobbyzuchten gehen nicht nur zulasten der kleinen „Bullys“, zahlreiche Tierarztbesuche, die ordentlich ins Geld gehen, können ebenfalls nötig werden. Muss es für dich kein Welpe sein, gibt es auch andere Möglichkeiten, eine französische Bulldogge zu bekommen. Wie für viele Rassen gibt es zum Beispiel auch für die französische Bulldogge in ganz Deutschland sogenannte Notfallstationen. Dort können Hunde adoptiert werden, die von ihrem vorherigen Halter abgegeben werden mussten.

Kleiner Hund mit großen Vorzügen

Vergleich mit der englischen Bulldogge

Ein kleiner Hund ist nicht automatisch ein kleiner Hund. Auch wenn die französische Bulldogge auf Kreuzungen kleiner englischer Bulldoggen und dem Mops zurückzuführen ist, gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Rassen. Die beiden Bulldoggen sind schon optisch gut voneinander zu unterscheiden, denn dem Engländer fehlen die auffälligen Fledermausohren. Seine sind abgeknickt. Auch ist die englische Bulldogge mit bis zu 25 Kilogramm und einer ähnlichen Körpergröße deutlich schwerer als die französische. Insgesamt ist der Franzose deutlich schmaler gebaut. Beide Hunde sind sehr wetterempfindlich. Leidet der Franzose stärker bei kalten Temperaturen und braucht gerade im Winter ein Jäckchen, reagiert sein Verwandter auf warme Temperaturen besonders empfindlich. Auch hat der Engländer einen größeren Dickkopf als der kleine „Bully“. Beide Rassen sind vom Wesen her zwar freundlich und aufgeschlossen, doch bei der englischen Bulldogge ist deutlich mehr Durchsetzungsvermögen vom Hundehalter gefragt.

Vergleich mit dem Mops

Ihre Knopfaugen hat die französische Bulldogge vermutlich vom Mops vererbt bekommen. Auch im Vergleich mit dieser Rasse stechen die Fledermausohren des „Bully“ deutlich hervor. Wirkt die französische Bulldogge mit ihren Gesichtsfalten und den großen Ohren fröhlich, so hat der Mops eher eine Denkerstirn. Doch beide Rassen haben ein sehr freundliches Wesen und sind geeignete Hunde für Familien mit Kindern. Durch seinen Körperbau ist der Mops dem „Bully“ jedoch unterlegen, was das Toben und Spielen angeht. Ihm geht viel schneller die Puste aus, als seinem etwas größeren entfernten Verwandten. Solltest du also gerne einen langen Spaziergang machen, ist die französische Bulldogge der passendere Begleiter. Beide Rassen sind Familienbezogen und hängen sehr an ihren Menschen.

Vergleich mit dem Kangal

Eine ähnlich starke Bindung zu ihren Besitzern bauen Hütehunde wie der Kangal auf. Anders als Mops oder Bulldogge können diese Vertreter jedoch schnell recht ungemütlich werden, wenn man ihren Beschützerinstinkt nicht in die richtigen Bahnen lenkt. Während der „Bully“ schon zufrieden ist, wenn er mit seinen Menschen einen ruhigen Nachmittag verbringen kann, braucht der Kangal regelmäßig neue Herausforderungen und ordentlich Kopfarbeit. Ein gemütlicher Spaziergang lastet die meisten Hütehunde nicht aus und sie suchen sich selbst eine Beschäftigung. Auch wenn sowohl die französische Bulldogge als auch der Kangal zu den Molosser-Rassen, besonders massige und muskulöse Hundetypen, gehören, unterscheiden sie sich optisch deutlich. Der Kangal ist mit einer Widerristhöhe von bis zu 78 Zentimetern deutlich größer als der „Bully“. Auch hat er eine lange Schnauze. Sein Fell ist länger und dichter. Insgesamt ist der Kangal deutlich robuster und unempfindlicher als die französische Bulldogge. Auch ist der Hütehund im Ernstfall wahrscheinlich besser als Schutz- und Wachhund zu gebrauchen. Sicher ist aber, dass auch der kleine „Bully“ dir in jeder Lebenslage immer treu zur Seite stehen wird.