Dobermann


Dobermann Inhaltsverzeichnis

  1. Für wen eignet sich ein Dobermann?
  2. Vorstellung des Dobermanns
  3. Lebenserwartung beeinflussen
  4. Herkunft und Geschichte des Dobermanns
  5. Pflegeaufwand
  6. Erziehung
  7. Das besondere am Dobermann
  8. Zucht
  9. Andere Hunderassen im Vergleich



Für wen eignet sich ein Dobermann?

Durch züchterische Bemühungen entstand der heute bekannte Typ, ein sehr wendiger und schneller Schutzhund. Wenn Du einen lebhaften, neugierigen und aufgeschlossenen Hund suchst, ist der Dobermann genau richtig für dich. Er braucht viel Zuwendung und Beschäftigung, ist anhänglich, dir gegenüber sehr loyal und liebevoll. Erziehst Du den Dobermann konsequent, ist er als Familienhund durchaus geeignet.

 

Fremden Menschen gegenüber ist er misstrauisch, lernt aber schnell, ob sein Misstrauen gerechtfertigt ist oder er entspannt bleiben kann. Wenn Du dir einen süßen Dobermann Welpen ins Haus holst, denkst Du sicher nicht an den Tod deines Tieres. Dennoch solltest Du wissen, dass der Dobermann eine Lebenserwartung im Durchschnitt von zehn bis dreizehn Jahren hat. Im Vergleich zu ähnlich großen Hunden, wie dem Rottweiler oder Bernhardiner, wird der Dobermann somit älter, denn bei den beiden erwähnten Hunderassen liegt die Lebenserwartung bei rund zehn Jahren.

Vorstellung des Dobermanns

Der Dobermann ist eine relativ junge Hunderasse. Den Hund gibt es in der Farbe SchwarzDobermann oder Schokoladenbraun mit rostroten Abzeichen an Kopf, Brust und Beinen. Das Fell ist kurz, dicht und hart. Die arbeitswilligen Hunde sind zwischen 68 und 72 Zentimeter groß und wiegen zwischen 35 und 45 Kilogramm.

Die Lebenserwartung von durchschnittlich zehn bis dreizehn Jahren kann durch die richtige Pflege und Haltung sowie durch eine artgerechte Ernährung verlängert werden. Im Zusammenleben mit dem Dobermann musst Du liebevoll, geduldig, aber konsequent sein. Nicht geeignet ist der Dobermann für nervöse oder jähzornige Menschen und für unerfahrene Hundehalter. Der Dobermann eignet sich nicht als Anfängerhund!

Steckbrief Dobermann

Herkunft: Deutschland

Lebenserwartung: Zehn bis dreizehn Jahre

Charakter: Lernwillig, intelligent, anhänglich, loyal, gut geeignet als Begleit-, Schutz- und Gebrauchshund

Größe: Schulterhöhe 68 bis 72 Zentimeter

Gewicht: Hündin: 32 bis 35 Kilogramm
Rüde: 40 bis 45 Kilogramm

Kopf: Verhältnismäßig schmaler, flacher Schädel, Fang ziemlich lang und tief, geringer Stop. Ohren mittelgroß, mit dem vorderen Rand glatt an den Wangen anliegend. Auge rund, mittelgroß, dunkelbraun

Körper: Hals lang, trocken, mittelbreite, tiefe Brust, leichte Rippenwölbung, Bauch leicht hochgezogen

Haar: Kurz, dicht und hart

Farbe: Schwarz oder Braun mit bräunlichen Abzeichen

Bewegungsbedarf: Braucht täglich viel Auslauf

Pflegeaufwand und Erziehung: Pflege verursacht wenig, die Erziehung hingegen einen hohen Aufwand

Preis: 1000 bis 1300 Euro


Lebenserwartung beeinflussen

Die Gesundheit und Lebenserwartung deines Dobermanns kannst Du durch eine regelmäßige Kontrolle beim Tierarzt und eine ausgewogene Ernährung positiv beeinflussen. Wie beim Menschen führen überflüssige Pfunde auch beim Dobermann zu gesundheitlichen Problemen und Adipositas kann die Lebenserwartung beim Hund um 20 Prozent verkürzen. Durch das Übergewicht wird nicht nur das Leben verkürzt, sondern auch die Beweglichkeit, die Lebensfreude und das Wohlbefinden des Hundes nehmen sichtbar ab. Was für alle Hunde gilt, gilt auch für den Dobermann. Er muss lernen, keine gefundenen Speisereste von der Straße zu fressen. Immer häufiger werden Brot- und Fleischstücke mit Giftködern präpariert. Genauso tabu sind Tischabfälle. Wie für dich, ist auch für deinen Dobermann eine ausgewogene Ernährung eine wichtige Grundlage für ein langes und gesundes Leben. Füttere dem Hund eine Vollnahrung, die auf seine Aktivität abgestimmt ist. Beachte die vom Hersteller empfohlene Tagesration und bedenke, dass jedes zusätzlich gefütterte Leckerli eine Energiequelle ist. Minderwertiges Futter führt beim Dobermann zu Mangelerscheinungen und begünstigt das Entstehen von Krankheiten.

 

Lange Zeit war es üblich, dass Hundezüchter und Hundebesitzer der Meinung waren, ein Dobermann Welpe darf fressen wie viel er will, schließlich soll er doch groß und stark werden. Heute weiß man, dass diese Meinung gesundheitsgefährdend und falsch ist. Zieht ein Dobermann Welpe bei dir ein, achte darauf, dass Du ihm spezielle Nahrung für die Wachstumsphase fütterst, die auf den Energiebedarf des Jungtieres abgestimmt ist. Damit verhinderst Du die Entwicklung von Übergewicht. Manche Hundebesitzer finden es übertrieben, aber es ist zu Beginn sinnvoll, die Tagesration genau festzulegen und das Futter abzuwiegen. Dobermann Senioren sind ruhiger und bewegen sich weniger. Dadurch verändert sich auch der Energiebedarf. Du kannst dem älteren Dobermann spezielles Futter für Senioren verabreichen und damit dem Altersspeck vorbeugen. Hilfreich sind regelmäßige Geriatrie-Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt, um Gewichtsveränderungen bereits frühzeitig feststellen zu können.

Ist dein Dobermann sehr aktiv oder ein Arbeitshund, dann hat er einen speziellen Nährstoffbedarf, damit er seine Ausdauer aufrechterhalten kann. Füttere deinen Hund mit einem qualitativ hochwertigen Hundefutter, das einen höheren Protein- und Fettgehalt hat. Dieses Futter hilft dem Hund, seine Ausdauer zu steigern und fördert seine körperliche Aktivität. Proteinhaltiges Futter unterstützt außerdem die Gelenke und sorgt für eine schnelle Muskelerholung. Wird dein Dobermann alt, kannst Du mit der Ernährung dafür sorgen, dass er länger leben und sein Leben genießen kann. Der ältere Dobermann kann durchaus noch sehr fit und aktiv sein, der Hundekörper durchlebt jedoch altersbedingte Veränderungen und Wandlungen. Zu den Veränderungen zählen beim älteren Dobermann Gelenksteife und Verdauungsprobleme. Mit einer ausgewogenen Vollnahrung kannst Du die Lebensqualität deines Hundes und sein Wohlbefinden wesentlich verbessern.

Große Hunderassen, zu denen der Dobermann zählt, haben im Erwachsenenalter eine Anfälligkeit für Magen-Darm-Beschwerden. Du kannst eine Überladung des Magens verhindern, indem Du öfters kleinere Portionen fütterst. Eine entscheidende Rolle bei der Verdauung spielen Nahrungsfasern im Futter. Die Fasern sind für die Darmmotorik wichtig und sorgen für einen regelmäßigen Kotabsatz. Es wird zwischen den fermentierbaren Fasern, den sogenannten Ballaststoffen und den nicht fermentierbaren, den unverdaulichen Fasern, unterschieden. Gut für die Verdauung deines Dobermanns ist der Pflanzensamen Psyllium, besser bekannt unter dem Namen Flohsamen. Flohsamen verbessert den Darmtransit, also die Darmpassage.

Herkunft und Geschichte des Dobermanns

Ihren Namen verdankt diese Hunderasse dem Abdecker Louis Dobermann aus Apolda in Thüringen. Er suchte sich die schärfsten Hunde mittlerer Größe wie Pinscher, Schäfer- und Jagdhunde aus und schuf durch unermüdliche Kreuzung eine neue Hunderasse, eben den Dobermann. Dieser Hund soll aber noch ziemlich plump gewesen sein. Erst durch die züchterischen Bemühungen von Otto Göller, der die Arbeit von Herrn Dobermann fortsetzte, entstand der heutige Typ. Es wird angenommen, dass Göller auch Black-and-Tan-Terrier eingekreuzt hat, die um die Jahrhundertwende häufig in Deutschland anzutreffen waren. Nach 1900 wurden jedoch keine weiteren Rassen mehr eingekreuzt.

Pflegeaufwand

Dobermann

Der Dobermann ist ein pflegeleichter Hund. Bei dem Wort Hundepflege denken wir immer gleich an Waschen und Schneiden. Diese Hunderasse ist jedoch sehr selten im Hundesalon anzutreffen. Zur Pflege gehört aber mehr als nur ein glänzendes Fell. Die tägliche Fellpflege ist nicht besonders aufwendig, es reicht wenn Du das Fell deines Dobermanns bürstest. Du solltest täglich die Krallen, die Augen und die Haut kontrollieren. Sind die Augen gerötet, das Fell stumpf und die Haut trocken und schuppig, dann können das erste Anzeichen einer Erkrankung sein. In den meisten Fällen sind diese Veränderungen harmlos und leicht zu beheben.

 

Auf jeden Fall solltest Du mit deinem Dobermann zum Tierarzt gehen, oft hilft schon eine Futterumstellung. Wichtig sind die Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen beim Tierarzt. Mit zunehmenden Alter solltest Du beim Dobermann einmal im Jahr das Blut und regelmäßig das Herz untersuchen lassen. Besonders ab dem achten Lebensjahr solltest Du mit dem Dobermann zweimal jährlich beim Tierarzt einen Gesundheitscheck durchführen lassen. Mit zunehmenden Alter wird der Hund anfällig für Krankheiten. Bei der Vorsorgeuntersuchung wird nicht nur das Herz und das Blutbild kontrolliert, sondern auch die Nieren- und Leberwerte. Diese Werte geben Aufschluss über den Gesundheitszustand deines Hundes. Wirkt dein Dobermann müde und schlapp, könnte eine Herzerkrankung vorliegen und Du musst sofort den Tierarzt aufsuchen.

 

Überprüfe regelmäßig den Atem, die Zähne und die Augen deines Hundes. Das Innere des Ohres sollte bei deinem Tier sauber und hellrosa, das Augenweiß klar sein. Übel riechender Atem und Zahnstein sind Anzeichen für kranke oder schlechte Zähne und ein Grund, mit dem Hund zum Tierarzt zu gehen. Entweder entfernt der Arzt den Zahnstein oder er empfiehlt die entsprechenden Reinigungsprodukte. Impfen ist eine Glaubensfrage. Wie bei Kindern, weigern sich immer mehr Hundehalter ihre Tiere regelmäßig impfen zu lassen. Vorbeugen ist besser als Heilen und dieser Spruch gilt für die jährliche Schutzimpfung deines Hundes. Die jährliche Impfung schützt deinen Dobermann nicht nur vor lebensbedrohlichen Erkrankungen, die tierärztliche Untersuchung vor der Impfung bringt oft Krankheiten im Frühstadium an das Tageslicht. Manchmal schleichen sich interne Erkrankungen ganz langsam ein und würden ohne den jährlichen Arztbesuch nicht oder zu spät erkannt werden. Impfen kann also doppelt das Leben retten. Zweimal jährlich solltest Du deinen Dobermann entwurmen.


Erziehung

DobermannDu musst dieser Hunderasse einen ausreichenden und ihrer Anlage entsprechenden Lebensraum bieten. Der Dobermann gehört niemals in eine kleine Stadtwohnung und Du kannst ihn nicht als Schoßhund halten. Bei konsequenter Erziehung ist er zwar durchaus als Familienhund geeignet, er soll für Kinder ein Kamerad, aber nicht Spielzeug sein. Darf dein Hund in den Garten, musst Du dafür sorgen, dass das Grundstück sicher und lückenlos eingezäunt ist.

 

Der Dobermann ist intelligent, bewegungsfreudig und lernfähig. Das bedeutet für dich, dass Du dich täglich mit ihm beschäftigen musst und er jeden Tag reichlich Auslauf benötigt. Zur Beschäftigung gehören nicht nur der Auslauf und lustiges Spielen, sondern die Gehorsamsübungen. Der Dobermann ist ein kluger Hund, dem es Spass macht, jeden Tag Neues zu erlernen. Egal, ob bei dir ein Dobermann Welpe oder ein adulter Hund einzieht, wichtig ist, dass vom ersten Moment an, klare Regeln aufgestellt werden. Dem Welpen wirst Du sicher mehrere Übungen gleichzeitig beibringen. Er muss stubenrein werden, auf seinen Namen hören und darf beim Spaziergehen nicht ständig an der Leine ziehen. Überfordere deinen Hund aber nicht, gönne ihm ausreichend Zeit um sich an sein neues Zuhaue zu gewöhnen.

 

Das Alleinbleiben, wichtige Grundbegriffe und so manches Kunststück kannst Du dem Hund später beibringen. Dein Vorteil ist, dass der Dobermann gerne und schnell lernt. Nutze diesen Vorteil, nur so legst Du den Grundstein für eine gute Mensch-Tier-Beziehung und sorgst für ein harmonisches Miteinander. Der Dobermann muss lernen, Regeln zu akzeptieren und er muss dir als Hundebesitzer vertrauen. Nur ein konsequent und gut erzogener Dobermann kann artgerecht gehalten und die eine oder andere kleine Freiheit genießen. Wird der Dobermann durch den Menschen falsch erzogen, kann er gegenüber anderen Menschen und Tieren ein sehr aggressives Verhalten zeigen. Deshalb wird diese Hunderasse in Brandenburg als Listenhund geführt.

Das Besondere am Dobermann

Wenn Du dich für einen Dobermann entscheidest, bekommst Du einen treuen, einzigartigen und herrlichen Hund. Die muskulöse Hunderasse ist lernwillig, klug und bewegungsfreudig. Hat der Hund dich akzeptiert, liebt er dich abgöttisch. Du kannst den Dobermann für alle Hundesportarbeiten begeistern und er ist ein wahrer Workaholic. Wenn Du den Hund erziehst, kommt er mit Kindern und anderen Haustieren sehr gut zurecht. Sogar an Katzen kannst Du ihn problemlos gewöhnen. Er liebt es, viel Zeit mit dir zu verbringen. Seine Arbeiten als Schutz-, Wach- und Begleithund erledigt der Dobermann zuverlässig und mit großer Begeisterung.

Zucht

Der Dobermann ist eine von der FCI anerkannte deutsche Hunderasse und der einzige Hund, der heute noch den Namen seines Züchters trägt. Louis Dobermann paarte mutige, angstfreie Hunde, darunter auch seine eigene Hündin, einen Mischling aus Pinscher und Schäferhund. So entstand durch weitere Paarungen, bei denen angeblich auch ein Vorläufer des Rottweilers dabei war, der mutige Dobermann, der sich besonders als Wach- und Arbeitshund einsetzen lässt. Zum Erscheinungsbild des Dobermanns trugen jedoch noch zahlreiche andere Hunderassen bei. Als Kandidaten kommen die Dogge, Jagdhunde, Windhunde und Weimaraner in Frage.
In Deutschland ist seit dem Jahr 1986 ist das Kupieren der Ohren und seit Ende der 90er Jahren auch das Kupieren der Rute verboten. Dieses Gesetz gilt für alle in Deutschland geborene Dobermänner.

Andere Hunderassen im Vergleich

Vergleich mit dem Mops

Während der Dobermann ein mutiger Arbeits- und Wachhund ist, ist der Mops ein richtiger Charmeur. Obwohl der Unterschied zwischen Mops und Dobermann in Bezug auf Gewicht und Größe augenscheinlich ist, lässt der gedrungene Körperbau den Mops dennoch sehr kompakt erscheinen. Er ist wie der Dobermann sportlich und vital. Intelligent setzt der Mops seinen Willen durch und die kleinen Hunde sind robust und lebhaft. Der Mops ist wie der Dobermann neugierig und mutig, im Vergleich mit dem Dobermann jedoch nie aggressiv. Dobermänner können bei fehlender Erziehung, wie alle anderen großen Hunden auch, ganz schön aggressiv werden. Die Lebenserwartung liegt beim Mops bei 12 bis 15 Jahren und ist somit etwas länger als beim Dobermann. Der Mops wird gerne als Clown auf vier Beinen bezeichnet, der die Herzen der Menschen im Nu erobert. Gutmütig, treu und wachsam begleitet der Mops seinen Besitzer.

Vergleich mit dem Weimaraner 

Mit einer Schulterhöhe bis zu 70 Zentimeter erreicht der Weimaraner die gleiche Größe wie der Dobermann. Wie der Dobermann zählt auch der Weimaraner  zu einer sehr beliebten Hunderasse und kommt im Polizei- und Schutzdienst zum Einsatz. Es ist eine sehr alte, relativ seltene deute Jagdhundrasse, die zu den großen Vorsteherhunden gehört. Nach jetzigen Erkenntnissen entwickelte sich diese Hunderasse aus Bracken über Leit- und Schweißhundschläge. Heute ist das Einkreuzen anderer Vorstehhundrassen verboten. Auch lang- und kurzhaarige Weimaraner dürfen nicht miteinander gekreuzt werden. Man weiß nicht genau, ob der Name des Hundes auf seine Beliebtheit am Hof zu Weimar zurückzuführen ist. Man weiß jedoch, dass der Hund im Raum Halle/Weimar häufig anzutreffen war. Im Vergleich zum Dobermann gibt es große Unterschiede bei der Fellfarbe, die das auffälligste Merkmal des Weimaraners ist. Die Hunderasse präsentiert sich in den Farben Silber-, Reh- oder Mausgrau. Dobermann und Weimaraner haben gemeinsam, dass sie intelligent, lern- und arbeitswillig sind.

Vergleich mit dem Rottweiler

Zwischen Rottweiler und Dobermann gibt es viele Gemeinsamkeiten, aber auch zahlreiche Unterschiede. Die robuste Hunderasse ist nach dem schwäbischen Städtchen Rottweil benannt. Im 18. Jahrhundert hatte der Hund die Aufgabe, Viehherden von der Schweiz auf den großen Markt von Rottweil zu treiben. Auch als dann später solche Treibhunde nicht mehr gebraucht wurden, wurde in Rottweil diese Hunderasse weiter gezüchtet und die Tiere wurden als Ziehhunde eingesetzt. So spannten die Metzger die Hunde damals vor ihre Karren. Deshalb wird der Rottweiler auch heute noch vielerorts Metzgerhund genannt. Der Rottweiler ist wie der Dobermann ein geschätzter Schutz- und Wachhund und kommt bei der Polizei, beim Zoll und der Armee zum Einsatz. Beide sind widerstandsfähige, kräftige und furchtlose Hunde, der Rottweiler ist jedoch plumper als der Dobermann.

Menschen, die sich mit Hunden nicht sehr gut auskennen, neigen manchmal dazu, den Dobermann mit dem Rottweiler zu verwechseln. Der Grund dafür ist die ähnliche Färbung und dass beide Hunderassen als Wachhunde eingesetzt werden. Beide Hunderassen sind fast gleich groß, der Rottweiler bringt aber rund fünfzehn Kilogramm mehr auf die Waage. Dobermänner haben einen schnelleren, anmutigeren Gang, dafür sind die Rottweiler muskulöser. Große Ähnlichkeit besteht in der schwarzen Fellfarbe mit den braunen Abzeichen. Unterschiede weisen hingegen die Ohren auf: Charakteristisch für den Dobermann sind die spitzen Ohren, während der Rottweiler Schlappohren hat, die seitlich am Kopf hängen. Beide Hunderassen zeichnen sich durch ihr treues Wesen und mutiges Auftreten auf. Der Rottweiler braucht noch mehr konsequente Erziehung und Disziplin als der Dobermann, weshalb der Rottweiler in der Haltung zeitintensiver als der Dobermann ist.