Englische bulldogge

Inhaltsverzeichnis

  1. Ist sie der richtige Hund für Dich
  2. Das Wesen und Erscheinungsbild
  3. Lebenserwartung – Wie alt wird der Hund?
  4. Herkunf und Geschichte
  5. Pflege und Ernährung
  6. Erziehnung
  7. Das macht den Hund besonders
  8. Zucht
  9. Vor und Nachteile gegenüber anderen Hunderassen



Ist eine Englische Bulldogge der richtige Hund für Dich?

Die Englische Bulldogge ist der britische Nationalhund an sich. Einst als aggressiver Bullenbeißer gezüchtet, gilt sie heute als freundlicher Familienhund, der auch gerne im Therapiebereich eingesetzt wird.

Englische Bulldoggen sind selbstbewusste und mutige Hunde. Sie haben durchaus ihren eigenen Kopf. Ihre Erziehung ist daher nicht ganz einfach. Du solltest Erfahrung, Konsequenz, Liebe und vor allem viel Zeit mitbringen, wenn Du Dich für diesen Begleiter entscheidest. Absoluter Gehorsam lässt sich meist trotz aller Konsequenz und Zuwendung nicht erreichen. Zudem sind Englische Bulldoggen sehr sensibel. Härte und übertriebene Autorität vertragen sie nicht.

Die heutige Englische Bulldogge ist gutmütig und lässt sich nicht schnell aus der Ruhe bringen. Meist sind die Hunde etwas phlegmatisch. Für ausgiebigen Hundesport oder langes Joggen eignen sie sich nicht.

Treue, Ausgeglichenheit und Liebenswürdigkeit sind neben loyalem Auftreten die kennzeichnenden Eigenschaften der Englischen Bulldoggen. Der Hund eignet sich für alle, junge und alte Singles sowie Familien mit Kindern, die ausreichend Zeit haben und den Hund als Familienmitglied integrieren: Eine Englische Bulldogge benötigt sehr viel Aufmerksamkeit und vor allem Zuneigung. Auf Grund ihres ruhigen, ausgeglichenen Wesens und ihres seltenen Bellens lässt sich die Englische Bulldogge auch gut in einer Stadtwohnung halten.

Allerdings solltest Du auch den hohen Pflegeaufwand nicht unterschätzen. Einerseits sind die vielen Hautfalten des Hundes täglich zu reinigen. Andererseits zählt er zu den „Schlabberern“ – Routine und Wille zum „Hinterher-Wischen“ sollten vorhanden sein, wenn Du Dich für einen liebenswerten Bulli entscheidest.

Da der Hund zur Bequemlichkeit neigt, musst Du ihn zum Rausgehen und Spielen animieren. Lange Spaziergänge im Sommer vertragen Englische Bulldoggen auf Grund ihres Körperbaus nicht. Die Hunde sind sehr hitzeempfindlich. Moderate Ausgänge in der warmen Jahreszeit sind daher angezeigt, wenn Du Deinen Hund nicht überfordern willst.

Falls Dich Schnarchen, Schnurcheln, Schlabbern und Liebesbedürftigkeit nicht abschrecken, wirst Du mit einer charaktervollen Englischen Bulldogge Deinen loyalen Begleiter finden.

Zum Wesen und Erscheinungsbild der Englischen Bulldogge

Die FEDERATION CYNOLOGIQUE INTERNATIONALE klassifiziert die Englische Bulldogge als „Begleithund mit Abschreckungswirkung“, „grimmig im Aussehen, aber liebenswürdig im Wesen“. Besser können wir es kaum formulieren. Die Hunderasse vereint:

• Kraft
• Aufmerksamkeit
• Entschlossenheit
• gemäßigte Aktivität
mit
• Mut
• absoluter Loyalität
• Kühnheit
• Zuverlässigkeit.

Wenn Du einen Bully an Deiner Seite hast, fehlt es Dir folglich niemals an Liebe, Respekt und Hundezärtlichkeit.

Die Hunde sind kurzhaarig. Das dichte, glatte Fell ist von feiner Struktur. Die Farben reichen von weiß über rehbraun bis rot. Schwarz gilt als nicht rassetypisch.

Der gedrungene Körperbau gibt den Hunden ein kompaktes Aussehen und lässt sie überaus kräftig wirken:

• untersetzt
• tiefgestellt
• breit und muskulös gebaut
• massiger, im Verhältnis zum restlichen Körper, groß wirkender, eindrucksvoller
Schädel, der die Symmetrie dennoch nicht beeinträchtigt mit flachem, von Falten
überzogenen Gesicht und breitem Fang
• große, breite, schwarze Nase, andere Farben sind nicht rassetypisch
• auffällig dicke, sehr tief hängende Lefzen
• charakteristisch kräftiger, breiter Kieferbau, wobei der Unterkiefer in typischer
Weise leicht aufgebogen ist und den Oberkiefer etwas überragt
• sehr dunkle, fast schwarze Augen
• hoch angesetzte Ohren, häufig sind auch sogenannte „Rosenohren“
• gut gewölbte Nackenlinie mit dicken Hautfalten
• mächtige, breite, gewölbte Brust
• tief angesetzte Rute, ohne Fransen oder grobe Behaarung, die sich rasch nach
unten verjüngt.Hündinnen sind insgesamt etwas schmaler. Bei Rüden beträgt das durchschnittliche Gewicht 25 Kilogramm, bei Hündinnen 23 Kilogramm. Der Hund schiebt beim Gehen die Schultern abwechselnd vor, was ihm ein majestätisches Aussehen verleiht.Die Englische Bulldogge wirkt auf Grund ihres kompakten, muskulösen Körperbaus imposant und Respekt gebietend. Die Geschichte der Hunderasse trägt seinen Teil dazu bei, dass Englisch Bulldoggen in die Nähe sogenannter Kampfhunde gerückt werden. Das Tier ist jedoch von freundlicher, überaus sensibler Natur und neigt keinesfalls zur Aggressivität. Fremden gegenüber ist sie mitunter zunächst reserviert, taut aber rasch auf und buhlt um Zärtlichkeit. Auch anderen Hunden schließt sie sich gern im Spiel an.



Wie alt werden Englische Bulldoggen?

Englische Bulldoggen werden im Durchschnitt sechs bis zehn Jahre alt. Das Alter der ältesten Englischen Bulldogge lag bei sechzehn Jahren.

Eine gute genetische Disposition, gute, angemessene Ernährung und ausreichende Bewegung wirken sich positiv auf die Lebenserwartung und den gesundheitlichen Zustand sowie die Lebensqualität im Alter Deiner Bulldogge aus.

Ab acht Jahren benötigen die Tiere besondere Fürsorge und Aufmerksamkeit. Wie beim alternden Menschen verlangsamen sich die Körperfunktionen, altersbedingte Abnutzungserscheinungen treten auf, die Widerstandsfähigkeit sinkt, das Risiko, sich zu verletzen, steigt. Auch Schmerzen machen sich bemerkbar. Ältere Hunde benötigen deutlich mehr Ruhe und noch mehr liebevolle Zuwendung.

Insbesondere Arthritis und Rheumatismus gehören zu den typischen Alterserkrankungen Englischer Bulldoggen. Hinzu kommen Minderungen der Sehkraft und des Gehörs.
Tumore, Störungen der Leber- und Nierenfunktion sowie Herzbeschwerden treten gehäuft auf. Speziell Übergewicht ist ein negativer Faktor.

Auch die Atmosphäre im Haushalt spielt eine große Rolle. Die Hunderasse ist sensibel und reagiert gerade auch im Alter auf negative Stimmungsschwankungen. Du solltest in jeder Hinsicht auf Ausgleich und Harmonie bedacht sein.

Degenerative Prozesse können zu Einschränkungen der Bewegung führen. Treppensteigen wird für viele Hunde zur Qual. Hier solltest Du gegebenenfalls nach Alternativen suchen.

Der Hund lernt mit den Beschwerden des Alters umzugehen. Unterstützen kannst Du ihn mit einem strukturierten Tagesablauf, einer auf sein Alter abgestimmten Ernährung sowie angemessener Bewegung und Beschäftigung. Auch alte Hunde wollen spielen. Vor allem solltest Du viel Geduld und Liebe für Deinen alten Freund aufbringen.

Vom Bullenbeißer zur Couch-Potato – Herkunft und Entwicklung der Rasse

Bis ins 6. Jahrhundert vor Christus reicht die Geschichte der englischen Bulldogge zurück.
Phönizier brachten auf ihren Handelsschiffen Molosser mit, die sich mit den doggenartigen britannischen Hunden vermischten. Die Klassifikation des FCI, in der Englische Bulldoggen als Molossoide geführt werden, verweist noch heute darauf.Die Englische Bulldogge wurde im kämpferischen Spiel gegen Bullen, dem Bullbaiting, eingesetzt. Bei der Zucht dieser Bulldogge standen Aggressivität, Ausdauer, Entschlossenheit und Mut im Vordergrund. Die Hunde sollten muskulös sein, einen breiten Kiefer und eine flache, kurze Schnauze sowie eine zurückgenommene Nase haben, damit sie sich gut verbeißen und während dessen Luft holen konnten.Später nahmen diese traurigen, ungleichen Spiele weitere Ausmaße an. Hundekämpfe waren modern und galten als gern gesehene Zerstreuung.
Ein Gesetz verbot 1835 Hundekämpfe in Großbritannien. Züchter verloren das Interesse an der Rasse der Bulldoggen.Doch nur drei Jahrzehnte später wurde der erste Rassehunde-Club der Welt gegründet. Es war der „Bulldog Club“. Hier wurde erstmals ein Rassestandard zur Regelung der Züchtung festgelegt. Gefragt war nun der friedliche Familienhund und zuverlässige Begleiter. Der etwas tiefer gestellte Hundetypus mit kurzem Vorgesicht und längeren Lefzen, wie wir ihn heute kennen, entwickelte sich. Der Nationalhund von Groβbritannien war gefunden: Willensstark, anhänglich, liebevoll und liebebedürftig mit charakterstarkem Äußeren, ein Hund, der mit seinem speziellen Humor begeistert.Der Nimbus der einstigen Kampfhunde wirkt noch nach und setzt Englischen Bulldoggen mitunter zu. Die herzensguten Tiere haben jedoch nichts mit Schutz- oder Kampfhunden gemein. Ihr unter Umständen als grimmig empfundener Gesichtsausdruck sowie der gedrungene, muskulöse Körperbau gebieten Respekt, ihr stoisches, ausgeglichenes, freundliches Wesen steht dem jedoch entgegen. Nicht selten findest Du unter den Englischen Bulldoggen die geradezu sprichwörtlichen Couch-Potatoes, gemütliche, friedliche Hunde, die den lieben langen Tag nichts Schöneres kennen, als auf ihrem Lieblingsplatz herumzudösen oder, eng an ihr Herrchen gekuschelt, vor sich hin zu träumen.

Gesund und blitzsauber – Zur Pflege und Ernährung der Englischen Bulldogge

Die Pflege dieser Hunderasse gestaltet sich etwas aufwendiger. Besonders die Hautfalten benötigen Deine Aufmerksamkeit. In ihnen sammeln sich Schmutz und Feuchtigkeit. So entsteht leicht ein idealer Nährboden für Bakterien und Pilze, die zu Hautentzündungen führen können. Englische Bulldoggen sind anfällig für bakterielle Infektionen, Hautfaltendermatitis und Kinnfollikulitis. Tägliche Reinigung beugt dem vor.

Für die Pflege des glatten, dichten Fells benötigst Du deutlich weniger Zeit. Einmal täglich sollte der Hund in Wuchsrichtung gebürstet werden, um die Durchblutung der Haut anzuregen. Kontrolliere dabei auch auf Parasiten und begutachte den Zustand von Haut und Haar. Gesunde Hunde haben ein glänzendes, dichtes Fell.
Im Frühjahr und im Herbst solltest Du ihn öfter bürsten. Die Hunde wechseln ihr Fell und neigen in dieser Zeit auch zum Kratzen. Das Bürsten schafft dem Hund Erleichterung, beugt Entzündungen durch Kratzverletzungen vor und dezimiert den spontanen Haarverlust.

Gelegentlich kannst Du ihn mit einem Hundeshampoo baden. Ist der Hund nicht sehr verschmutzt, reichen zwei bis drei Bäder im Jahr vollkommen. Häufiges Baden zerstört den natürlichen Säureschutzmantel der Haut und begünstigt Krankheiten. Ein Trimmen der Englischen Bulldogge ist in der Regel nicht notwendig.

Nach dem Spaziergang reicht ein Abwischen des Hundes bzw. ein Trockenreiben, wenn ihr in den Regen gekommen seit.

Englische Bulldoggen neigen auf Grund ihrer Statur zu Atem- und Herzerkrankungen. Viele haben auch mit Hüftfehlstellungen zu tun. Ein regelmäßiger Gang zum Tierarzt wird Euch, neben den üblichen alljährlichen Impfungen, nicht erspart bleiben.

Eine ausgewogene Ernährung ist, wie beim Menschen, ein wesentlicher Beitrag zur Gesunderhaltung Deines Hundes. Die englische Bulldogge frisst gerne und neigt schnell zum Übergewicht. Korrekte Rationierung ist ein absolutes Muss. Je nach der Futterzusammensetzung, für die Du Dich entscheidest, richtet sich die Menge. Man geht von etwa 200 Gramm Fleisch und 100 Gramm Reis am Tag aus. Wichtig ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ballaststoffen, Mineralien, Vitaminen und Fetten. Mit dem Tierarzt solltest Du besprechen, wie Du die Ernährung Deines Hundes individuell richtig einstellst.



Erziehung und gute Kinderstube

Wie bei allen Hunderassen ist es am besten, wenn Du so früh wie möglich mit der Ausbildung beginnst. Alle Fähigkeiten, die Hunde nicht als Welpen erlernt haben, sind ihnen später nur noch schwer beizubringen. Die erste Prägung erhalten die Welpen bis zur zwölften Lebenswoche vor allem durch ihre Mutter. In Folge sollte der Hund auf Dich und Deine Familie fixiert sein.Nach den Mahlzeiten und den Ausruhphasen solltest Du mit dem Welpen nach draußen gehen. Übe regelmäßig mit Leine und Geschirr, besonders an Straßen, die Grundkommandos, damit sich Dein Hund daran gewöhnt, und zeige ihm die Welt.

Härte führt bei einer Englischen Bulldogge zu aggressivem Verhalten. Für unbedingten Gehorsam ist sie nicht zu gewinnen. Geduld, Sanftmut und Konsequenz ohne Drill sind die Eigenschaften, mit denen Du erfolgreich erziehst. Beachte auch, dass Du es mit einem Hund zu tun hast, dessen Intelligenz und Hartnäckigkeit geradezu sprichwörtlich sind. Du solltest mit Humor zu schätzen wissen, dass ein Bully dazu neigt, seinen eigenen Weg der Umsetzung zu finden.

Stubenreinheit und Grundregeln sollte jeder Hund beherrschen.
Die Anfangszeit ist nicht leicht: Alle zwei Stunden solltest Du mit dem Welpen ins Freie gehen, damit er sein Geschäft erledigen kann. Ganz wichtig ist das anschließende Lob. Es kann gar nicht überschwänglich genug ausfallen. Beobachte darüber hinaus Deinen Hund. Wenn er schnüffelt, sucht und sich dreht, muss er wahrscheinlich. Das kann auch nachts passieren. Also übernachte am besten die erste Zeit in Sichtweise.
Ist doch etwas passiert, so schimpfe nicht, sondern reinige die Stelle sorgfältig. Kein Hund, auch kein Welpe, macht mit Absicht ins Haus.

Der Umgang mit Artgenossen und Menschen sollte regelmäßig trainiert werden, damit die Sozialisierung gelingt. Dem sanftmütigen Wesen der Englischen Bulldogge kommt dies entgegen. Welpenspielstunden in Hundeschulen sind ein idealer Platz, um andere Hunde und Menschen kennenzulernen und Sozialverhalten zu trainieren.

Englische Bulldoggen sind besondere Hunde

Englische Bulldoggen sind besondere Hunde. Allein ihr Äußeres unterscheidet sie von vielen Rassen, die in Familien gehalten werden. Sie sind Hunde für besondere Menschen, die das Wesen, den Reiz und auch die Ästhetik der Englischen Bulldogge zu schätzen und zu lieben wissen.Wer sich einmal für diese Hunderasse entscheidet, sagt man, hat den Hund für’s Leben gefunden. Der charaktervolle, ausdrucksstarke Kopf mit seinen dunklen, seelenvollen Augen ist nicht umsonst so oft Thema künstlerischer Darstellungen.

Das sprichwörtlich gemütvolle, liebe Wesen der Englischen Bulldogge steht im Gegensatz zu ihrem entschlossenen, Respekt einflößenden Erscheinungsbild. Die Wirkung an sich ist erstaunlich, wenn Du bedenkst, dass es sich um eine nur mittelgroße Hunderasse handelt.
Auch die Differenz zwischen gemütlicher Seelenruhe und temperamentvoller Agilität ist faszinierend. Englische Bulldoggen sind Hunde mit Charakter, die ihre eigene Art haben, mit der Welt und ihren Menschen umzugehen.

Den Tieren wird Sensibilität und Humor nachgesagt. Sie können sich gut auf ihre Umgebung einstellen, kommen mit kleinen Kindern ebenso wie mit älteren Menschen zurecht. Im Spiel passen sie ihre Kraft an und nehmen sich gegebenenfalls zurück.

Ihre Mimik bezaubert und reizt oft zum Lachen. Es sind Hunde, die fröhlich stimmen. Sie sind keine Einzelgänger, sondern möchten in die Gemeinschaft aufgenommen werden. Charmant versucht der Bully seine Interessen durchzusetzen. Hier gilt es mit sanfter Konsequenz dagegen zu halten. Insbesondere im Bereich des Fressens, viele Exemplare neigen zum Übergewicht, sollte man den Hund vor sich selbst bewahren und klare Grenzen setzen.

Zur Zucht von Englischen Bulldoggen

Hundezucht ist weder Spiel noch rascher Gelderwerb. Ganz im Gegenteil. Die Zucht von Rassehunden ist ausgesprochen teuer und sollte von Dir genau bedacht und geplant werden. Das trifft insbesondere auf die Englischen Bulldoggen zu. Die Rasse ist zum Teil überzüchtet. Viele Tiere leiden unter gesundheitlichen Problemen. Atemwegserkrankungen und Hüftprobleme sind besonders häufig. Die Züchterverbände bemühen sich daher um teilweise Rückzüchtungen. Im Mittelpunkt des Züchtens stehen Gesundheit, Körperbau, Leistung und charakteristische Wesensmerkmale der Hunderasse nach dem von der Federation Cynologique Internationale (FCI) festgelegten Standard.
Züchter finden sich in anerkannten Bulldoggen Klubs zusammen, die sich auf eine Zuchtordnung geeinigt haben. Tierhaltungsgesetze und Tierschutz sind damit gewährleistet und unterliegen der Prüfung. Ein regelmäßiger Austausch unter den Mitgliedern findet statt. Neue tiermedizinische Erkenntnisse können in Zusammenarbeit mit Tierärzten umgesetzt werden. Wenn Du über eine eigene Zucht nachdenkst, solltest Du Dich hier informieren.
Voraussetzung für die Zucht sind wesensfeste, reinrassige und nachweislich gesunde Elterntiere mit einer von der FCI anerkannten Ahnentafel.

 

Es entstehen Dir durch eine Zucht erhebliche Kosten: Allein die Eintragung jedes Welpen pro Wurf und die Wurfabnahme insgesamt sind mit hohen Gebühren verbunden. Hinzu kommen die anfallenden Tierarztkosten. Bei Englischen Bulldoggen sind Kaiserschnittgeburten nicht selten. Das verkompliziert den Züchtungsprozess.

Allein mit Schwangerschaft und Austragung der Welpen ist Deine Aufgabe nicht beendet. Muttertier und Welpen müssen nun engmaschig betreut werden. In enger Zusammenarbeit mit dem Tierarzt erfolgen Erstversorgung und Aufzucht bis zur 12. Woche. Bestimmt hast Du schon von den beklagenswerten Wühltischwelpen gehört. Auch bei Kauf und Abgabe solltest Du daher unbedingt auf Seriosität achten.

Englische Bulldogge – Vor und Nachteile gegenüber anderer Hunderassen

Wenn Du Dich für einen Hund entscheidest, solltest Du genau überlegen, was Dir wichtig ist: Welcher Hund passt zu Dir, Deinen Vorlieben, Ansprüchen, Deiner Lebenssituation? Schließlich wollen Dein tierischer Freund und Du eine ganze Zeit gemeinsam den Weg des Lebens miteinander gehen.Die Englische Bulldogge ist ein Hund für spezielle Menschen und besondere Familien, die diese ungewöhnlichen, liebenswerten Kraftpaketes in ihr Herz geschlossen haben. Ruhige Spaziergänge bei gemäßigtem Klima zieht die englische Bulldogge allmorgendlichen Ausdauerläufen deutlich vor. Er gehorcht, wo er es für sinnvoll hält. Dieser intelligente Hund findet oft seinen eigenen Weg und bedarf konsequenter, freundlicher Führung. Die vergleichsweise kurze Lebensdauer könnte, besonders wenn Kinder im Haus sind, zu einem ernsthaften emotionalen Problem werden.

Vergleich mit dem Mops

Eine Alternative kann der deutlich handlichere Mops für Dich sein. Ursprünglich aus China stammend blickt er auf eine zweitausendjährige Zuchtgeschichte zurück und gilt gleichfalls als „very british“. Ausgeglichenheit, Intelligenz, Würde und Mut zeichnen auch diese charmanten, lebhaften und fröhlichen Tiere aus. Die allgemeine Lebenserwartung liegt deutlich höher bei zwölf bis fünfzehn Jahren.

Vergleich mit der Französischen Bulldogge

Die Französische Bulldogge stammt ursprünglich vom British Bulldog selbst ab. Die kleinere und leichtere Variante wurde daher auch als Toy-Bulldog bezeichnet. Der freundliche, aufgeschlossene Hund eignet sich auf Grund seines liebevollen Verhaltens Kindern, Älteren und Fremden gegenüber zur Haltung in der Familie. Im Gegensatz zum Bully ist die French Bulldog sehr aktiv und vor allem sportlich. Der sehr muskulöse, drahtige kleine Hund begleitet Dich gerne bei allen Outdoor-Aktivitäten. Französische Bulldoggen werden in der Regel zehn bis zwölf Jahre alt.

Die Entscheidung für einen Hund solltest Du rational gründlich überdenken. Gerade englische Bulldoggen benötigen viel Zeit und Verständnis. Ihre Versorgung und medizinische Betreuung sind teuer. Hast Du Dich entschieden, vergiss nicht, auch auf Dein Herz zu hören: In Dein Haus kommt kein austauschbares Accessoire, sondern ein Freund, der sein ganzes Leben lang bei Dir bleiben möchte.